|
|
Reisebericht ---- Deutschland im Juli 2007 Als ich diesmal durch Deutschland reiste – es war meine 26. Reise in vier Jahren – da erlebte ich, dass überall, wohin ich kam, zwei Themen den Menschen ganz speziell am Herzen lagen: das Eingeständnis, dass sie etwas ganz Neues in ihrem geistlichen Leben und im Leben der Gemeinde brauchen und das Bewusstsein, dass die Jugend der Nation aufstehen und ihren Platz einnehmen muss. Wir wussten, dass das Wort, das wir 2004 empfangen hatten, dass der Herr eine neue Bewegung unter der Jugend Deutschlands hervorrufen würde, nur Wurzeln schlagen kann, wenn die Gemeinde in Deutschland das Wort selbst für sich ergreift. Wir suchten nur eine Person, die diese Vision in ihrem Herzen ergreifen würde. Wir fanden mehr als eine. Drei Jahre warten sind zu Ende gegangen. Meine Zeit begann mit einem Treffen mit Freunden in Tübingen, um Rat und eine neue Perspektive zu bekommen, damit wir genau unterscheiden können, was der Herr gerade sagt. Im Licht der Klarheit und Führung, die der Geist dort gab, reiste ich weiter, um mich mit dem Pastor der größten charismatischen Gemeinde in Deutschland zu treffen, und ich hatte die Gelegenheit, über die Vision für die vierte Generation zu berichten. Er nahm das Wort ganz freundlich an und hörte zu als jemand, dem unzählige Worte, Visionen und Vorschläge vorgetragen werden, deren Befürwortung dann sehr viel Gewicht im ganzen Land verliehen wird. Er sagte, dass er die Vision seinem Vorstand mitteilen und darauf warten würde, dass sie vom Herrn hören. Unerwarteter Weise, konnte ich den Jugendpastor dieser Gemeinde treffen, der ungefähr 500 Jugendliche repräsentiert. Während der 90 Minuten, die wir zusammen waren, zog ihn der Heilige Geist in das Herzstück dessen hinein, was ich mitteilte, und er drückte seinen Wunsch aus, „diese Gelegenheit nicht zu versäumen“. Wir verabschiedeten uns, nachdem wir auch darüber gesprochen hatten, dass er in den kommenden Monate eine kleine Gruppe seiner wichtigsten Leiter nach Israel bringen würde, um dort den Herrn zu suchen, das Land zu sehen und die Menschen zu treffen. Die nächste Station am Freitagabend war ein spezielles Israel-Gebetstreffen in einem versteckten Örtchen in einer ländlichen Gegend Deutschlands. Ich war dort auf Einladung unseres Freundes Harald Eckert, der Teil des Teams war, das das Treffen leitete. Ich ging dort hin, ohne die besondere Erwartung zu haben, über irgendetwas zu sprechen. Ich wollte nur mit den anderen Brüdern gemeinsam teilnehmen. Nach der Anbetungszeit kamen starke Eindrücke und Worte vom Geist hervor, die Gottes Sorge und Interesse an der Jugend in dieser Zeit ausdrückten. Die Worte sagten das, was in unserem Herzen war. Die spürbare Gegenwart des Herrn war unter uns und ich wurde gebeten, das mitzuteilen, was mir bezüglich dieses Themas auf dem Herzen war. Am Ende fühlten wir, dass etwas ganz Besonderes im Geist geschehen war. Der Dienst, der dieses Zentrum leitet, hat sich schon seit vielen Jahren Israel zugewandt. Sie kündigten an, dass sie nun ein Jugendzentrum errichten wollen. Wenn es einen Ort gäbe, wo die gläubige Jugend aus Deutschland geistliche Zuteilung und Lehre über Gottes Herz und seine Pläne für unsere beiden Nationen erhalten könnte, dann wäre das ein großer Gewinn für das Werk. Das Treffen, das am Nachmittag des nächsten Tages in München geplant war, war eigentlich der Hauptpunkt bei der Planung der gesamten Reise gewesen. Unter der Leitung von Harald Eckert trafen wir mit einer Gruppe von Anbetern und Fürbittern aus München, Freising und Augsburg zusammen, um Gottes Plan herauszufinden, wie Segen in diese Region kommen kann. Es gibt dort große Dunkelheit, seitdem Adolf Hitler München zur Hauptstadt der Nazibewegung erklärte. Auch das Konzentrationslager Dachau ist direkt außerhalb der Stadt München. Unser Treffen war so geplant, dass wir uns auf die Anbetung konzentrieren wollten ohne irgendein spezielles Programm, damit Gott den Raum hat, das mitzuteilen, was Er für diese Bewegung auf dem Herzen hat. Der Hauptgedanke auf unserem Herzen war, dass der Herr den Leitern der Stadt Sein Herz offenbart. Bis jetzt gab es noch kein stadtübergreifendes oder regionales Treffen, um Buße zu tun und sich mit den Geschehnissen der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Ich möchte das hinzufügen, was wir auch schon in einem früheren Brief beschrieben haben, dass wir den Eindruck haben, dass München, da es praktisch der Geburtsort der Nazibewegung war, die wahre, göttliche Bestimmung hat, Anteil an der Geburt einer neuen Bewegung zu haben, die Leben anstelle von Tod zu den Juden bringt. In meiner Predigt bei diesem Treffen ging es hauptsächlich um Anbetung und darum, dem Herrn zu dienen. Ich schloss damit, eine Vision mitzuteilen, und rief dazu auf, sich in kleineren und größeren Gruppen wöchentlich und monatlich zu treffen, um einen Ort für die Gegenwart des Herrn in München vorzubereiten. Harald und der Rest des örtlichen Leiterschaftsteams hatten den Eindruck, dass das der richtige nächste Schritt sei. Ich persönlich war mehr als zufrieden darüber, wie sie das Wort aufgenommen hatten. Sonntagmorgens konnte ich in einer Gemeinde außerhalb Münchens sprechen, zu der eine große Prozentzahl von jungen Leuten gehört. Ich traf den Pastor nur einige Minuten vor dem Gottesdienst. Einige der Gruppe aus München nahmen dort auch Teil und vermittelten den Kontakt für mich. Nachdem ich gesprochen hatte, führte der Pastor das, was ich gesagt hatte, mit sogar noch stärkeren Worten fort, als ich sie gebraucht hatte. Wahrscheinlich wird eine Gruppe von dort zu uns nach Israel kommen. Wir sprachen auch darüber, dass eine Anbetungsgruppe irgendwann in der Zukunft nach Israel kommt. Sonntagnachmittag verbrachte ich mit der Münchener Gruppe. Wir saßen zusammen und hielten eine Lagebesprechung. Sie sind wirklich daran interessiert, aus dem „griechischen System“ heraus in den Bereich der Kinder Zions einzutreten. Dieses Thema trat immer wieder in den Treffen auf und berührte das Herz aller. Wir unternahmen auch einen wunderbaren Spaziergang durch die Wälder. Am Montagnachmittag gab es außerhalb der Stadt Hof ein informelles Treffen mit einem Dutzend Leitern aus der 2., 3. und 4. Generation. Herbert und Rita Lang, ihr Sohn Daniel und Martin Bauer sind dort die Schlüsselpersonen. Wir sprachen über die hebräisch-griechische Dynamik, die gegenwärtige Bewegung des Geistes unter den Jugendlichen, darüber, dass dies eine Herausforderung für die frühere Generation ist und auch darüber, dass die westliche Gemeinde generell erst einen adäquaten Raum für die Gegenwart Gottes schaffen muss. Am Abend fand ein eher formelles Treffen statt, zu dem andere Leute aus der Umgegend kamen... vielleicht 50 oder 60. So wie es bei mir oft der Fall ist, hatte ich keinen Eindruck darüber, was ich als Schwerpunktthema nehmen sollte, und ich fühlte auch nicht die Salbung des Herrn. Als wir sangen, „gesegnet ist der da kommt im Namen des Herrn“, da spürte ich den Hauch des Geistes auf der Botschaft über die Notwendigkeit, jetzt die Wiederkunft des Herrn vorzubereiten. Es war besonders ermutigend für mich, dass dieser Diskurs, den ich persönlich für meinen klarsten und redegewandtesten zu diesem Thema halte, so durch den Geist inspiriert hervorkam. Es gab sogar frische Offenbarung über die Parallelen zwischen den Ereignissen bei der Wiedereroberung Jerusalems 1967 und der Rückkehr der Spione zur Zeit der Bibel. Die Zusammenkunft war auch „zufällig“ am Vorabend des 9. Av, der der Jahrestag der Zerstörung beider Tempel ist und auch genau der Jahrestag, an dem die Spione mit dem schlechten Bericht zurückkehrten. Die Botschaft war ein starker Appell an den Leib in Deutschland, uns in diesem kritischen und ausschlaggebendem Moment zu helfen ... ein Appell, eine Generation zu gebären, die das Erbteil des Herrn so sehr wertschätzt, dass sie sich danach ausstreckt und dabei ihr Leben nicht so sehr liebt, dass sie vor dem Tod zurückschrecken würde. Am darauffolgenden Tag war ich zu einem intimeren Treffen mit den Leitern von Sachsen eingeladen und hatte eine offene Tür, mein Herz mitzuteilen. Auch hier ging es beim Wort über das „Ende aller Programme“ und über unsere totale Unfähigkeit, mit den bisherigen, uns bekannten Methoden und Mitteln mit der geistlichen Situation in dieser Zeit jetzt fertig zu werden. Wieder kam der Aufruf, uns für den Herrn abzusondern und Ihm den Raum zu geben, dass Er durch Seinen Geist wirken kann, ohne dass wir die Bundeslade mit unseren Händen anfassen. Dieses Wort war durchwoben mit Gedanken, die auf den Kairos-Moment hinwiesen, wo der Teil des „Einen Neuen Menschen“, der aus den Nationen besteht, Leben in die schlafenden Kinder Israels hauchen muss. Ganz speziell erwähnt wurde hier die Position der vierten Generation aus beiden Gruppen. Die Reaktionen auf all diese Punkte überwältigten mich und rührten mich zu Tränen, da die Zuhörer das Wort ganz tief in ihrem Inneren aufnahmen. Am nächsten Tag rief einer der Pastoren, der anwesend gewesen war, an und erzählte mir, dass das, was ich mitgeteilt hatte, nicht nur meine, sondern auch seine Vision sei. Dasselbe sagten auch meine Gastgeber Herbert und Martin. Am Abend konnte ich über das Leben des Herrn predigen vor ungefähr 100 Jugendlichen, die der Jugendkirche von Daniel Lang angehören, der auch die Band „Ground Staff“ leitet. Diese Botschaft endete mit dem Aufruf, dem Glamour dieser Welt „abzuschwören“ und sich nach der Bestimmung Gottes als Einzelne und als Generation in Deutschland auszustrecken. So wie das nur der Heilige Geist tun kann, war die Botschaft genau für diesen Moment maßgeschneidert. Der folgende Morgen war überlagert mit einer ganz starken Gegenwart des Herrn. Wir hatten eine Zeit von Anbetung und Gebet im Tabernakel, der in Hof für den Herrn errichtet worden ist. Es gab gesalbtes Gebet, mit Vision und prophetischen Deklarationen, dass alle finanziellen Mittel freigesetzt werden, die nötig sind, um die Vision des Herrn für Emmaus Way zu erfüllen. Danach ging eine kleine Gruppe nach Plauen, das nur ein paar Kilometer von Hof entfernt ist. Obwohl dies heute ein etwas niedergeschlagener und verarmter Ort ist, hatte Plauen vor dem Krieg das höchste Pro-Kopf Einkommen im Vergleich zu anderen deutschen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Plauen war der Ort, an dem Hitler den ersten Aufruf an die deutsche Jugend richtete, seine dämonischen Ziele aufzugreifen. Ostdeutschland, (wo Plauen liegt), wurde am 7. Oktober 1949 zu einem unabhängigen Staat. Genau 40 Jahre später, am 7. Oktober 1989, versammelten sich 15.000 Menschen mit brennenden Kerzen auf den Stufen einer Kirche in Plauen zu einem stillen Protest gegen die von den Kommunisten erzwungene Teilung Deutschlands. Am nächsten Tag umrundeten in Leipzig über 100.000 Menschen den Marktplatz auf dieselbe Weise. Einen Monat später, am 9. November, dem Jahrestag der Kristallnacht, der den Anfang des radikalen Plans, alle Juden Europas zu töten, markiert, fiel die Berliner Mauer. Was in Plauen begann, veränderte die Nation für immer. Im Gehorsam gegenüber der Leitung, die wir vom Geist verspürten, setzten wir einen Aufruf an die Jugend in Deutschland frei, noch einmal aufzustehen. Aber dieses Mal wird sie Leben aus den Toten zu den Söhnen und Töchtern Israels bringen. Ein deutscher Leiter stand als Repräsentant seiner Generation (der dritten nach dem Holocaust) auf, nahm die Berufung an und weihte sein Leben den Endzeitabsichten Gottes. Ich kleidete ihn mit meinem Tallit ein und blies die Shofar dort auf der Straße. Dann gingen wir zu dem Ort, wo früher die Synagoge in Plauen stand, die 1930 zerstört wurde, und nahmen als der „Eine Neue Mensch“ das Abendmahl zusammen ein im Vertrauen darauf, dass Gott am Ende alles, was der Teufel zum Bösen geplant hat, zur Verherrlichung Seines Namens benutzen wird. Auf dem Boden, der mit jüdischem Blut durchtränkt ist, gossen wir den Abendmahlswein aus und deklarierten, dass Jeshua den Fluch weggewaschen hat und dass nun der Heilige Geist das Leben Gottes hervorbringen kann. Während ich dies schreibe, erinnere ich mich daran, dass Yonit ihren Ruf, nach Israel einzuwandern, im Museum der Diaspora in Tel Aviv empfing, als sie die Modelle der Synagogen sah, die im Holocaust zerstört wurden.
|