6. Januar 2008
30. Tevet 5768
Liebe Freunde und Beter,
in diesem Brief:
- Unsere
Woche in New York
- Eine
persönliche Offenbarung und eine neue Freiheit
- Teenager
in Nes Harim
- Das
Ende eines Zeitabschnitts
- Neuanfänge
- Ein
neuer Weg bei Emmaus
- Arnis
Deutschlandreise
- Eine
Perspektive zur Politik
Unsere Woche in New York
Wir kamen in New York am 25. Dezember an. Unser Sohn Jonathan, (den wir ein Jahr
lang nicht gesehen hatten), kam aus Australien, unsere Tochter Stephanie aus
Kalifornien, Arnis Bruder Dennis aus Italien und wir aus Israel. Arnis Mutter
war intubiert worden, atmete mithilfe eines Beatmungsgerätes und war auch schon
fast zwei Wochen lang mit Medikamenten sehr stark ruhig gestellt worden. Am 27.
musste eine Entscheidung getroffen werden. Der Tubus konnte nicht länger in ihr
bleiben. Den Ärzten war es nicht gelungen, sie dazu zu bringen, selbständig ohne
die Maschine zu atmen. Zwei Stunden lang besprachen wir uns alle und beteten und
holten den Rat des Arztes ein. Die Frage, mit der wir uns auseinandersetzen
mussten, war, sollten wir eine Tracheostomie (Luftröhrenschnitt) machen lassen
und sie wieder an das Beatmungsgerät anschließen, falls sie nicht selbständig
atmet, wenn die Maschine ausgeschaltet wird? In ihrer Patientenverfügung hatte
Mutter angeordnet, dass sie nicht mit Maschinen am Leben erhalten und künstlich
ernährt werden möchte. Unser Hauptanliegen war ihre Errettung. Soweit wir es
beurteilen konnten, hatte sie bisher niemals öffentlich ihr Leben dem Herrn
gegeben. Als wir darüber nachdachten, wies uns unser Sohn auf die Tatsache hin,
dass Mutter schon seit über dreißig Jahren das Evangelium gehört hat. Sie hat
alle Informationen. Zu diesem Zeitpunkt benötigte Gott nicht unbedingt unsere
Hilfe, um Sich ihr zu offenbaren. Der Wunsch, sie beten zu hören, bezog sich in
Wirklichkeit auf uns selbst ... oder noch genauer gesagt, auf Arni.
Wir hatten alles getan, was wir tun konnten. Es war an der Zeit, Mutter in die
Hände des Herrn abzugeben. Zur Überraschung aller, fing sie sofort an, normal zu
atmen, als der Beatmungstubus entfernt und das Beatmungsgerät ausgeschaltet
wurde. Wir sind Euch allen so dankbar für Eure Gebete und dem Herrn dafür, dass
Er erhört hat. So wie die Dinge sich entwickeln, könnte sie in ein paar Tagen
wieder in ihrem eigenen Apartment sein.
Loslassen und Freiheit
Wie so oft, tat Gott mehr, als wir erwartet hatten. Bis zu diesem Zeitpunkt war
es mir nicht so richtig klar gewesen, dass ich etwas von meiner Mutter wollte.
Ich hoffte, dass ich in diesem Moment, besonders dann, wenn Mutters Zeit
gekommen war, Zugang und Verbindung zu ihrem wahren Herzen finden würde, wenn
auch nur für einen Augenblick. Aus Gründen, die ich nicht näher erläutern möchte,
hatte ich in all den Jahren niemals das Gefühl einer tiefen, offenen und intimen
Verbindung mit meiner Mutter. Die Frage, die in unserem Familientreffen aufkam –
„für wen ist dies?“ – hallte in meinem Innersten wider und konfrontierte mich
mit der Notwendigkeit, den Wunsch aufzugeben, irgendetwas von ihr zu wollen. In
diesem Moment ging es nur um sie und um Gott, nicht um sie und mich. Es ist
erstaunlich, wie eine scheinbar so kleine Entscheidung mein Leben verändert hat.
Ihr Lieben, wenn wir irgendetwas von irgendjemandem wollen, außer von Gott, und
denken, dass wir irgendetwas anderes als die Gegenwart Gottes brauchen, dann
werden wir dadurch unfähig, in der Fülle und Ganzheit zu wandeln. Solch ein
Verlangen ist vergleichbar damit, die Hilfe eines Beatmungsgerät zum Atmen zu
wollen, anstelle auf Gott allein zu schauen.
Teenager in Nes Harim
Ein paar Tage nach unserer Rückkehr kam eine Gruppe von dreißig jungen Israelis
im Teenageralter aus dem Gebiet um Tel Aviv mit ihren Leitern zum Center zu
einer Freizeit von Freitag bis Samstag. Wir haben darauf gewartet und für die
Möglichkeit gebetet, dem Leib im Land und den Menschen aus den Nationen zu
dienen.
Nach dem zu beurteilen, was wir sahen, miterlebten und von den Leitern hörten,
war der Tag ein großer Erfolg. Jeder fand es toll, hier draußen zu sein, fern
von allem anderen. Ihr Programm und unsere Einrichtungen schafften Raum für eine
Vielzahl von Erfahrungen, selbst in der kurzen Zeit, in der sie bei uns waren.
Es gab die Möglichkeit, still vor Ihm zu sein, anzubeten, das Wort Gottes
auszuteilen, in der Natur zu wandern, zu grillen oder einfach „abzuhängen.“ Sie
hoffen, dass sie bald für eine längere Zeit mit den Teenagern wiederkommen und
auch einen Ausflug mit der regionalen Gruppe der jungen Erwachsenen organisieren
können.
Eine Zeit geht zu Ende
Während wir im „Zentrum“ der Hand Gottes sitzen, können wir im Glauben sagen,
dass jede Veränderung gut ist, egal wie sie sich anfühlt oder aussieht.
Beschneidung, Verpflanzung und andere derartige Veränderungen in unserem Sein
sind normale Ereignisse im Laufe unseres Lebens. Obwohl ich das jetzt gesagt
habe und dem auch vorbehaltlos und ohne zu zögern in meinem Verstand zustimme,
erlebe ich doch, dass es eine Tendenz in mir/uns gibt, unerwünschte
Veränderungen am Status Quo so zu betrachten, dass ich mich frage, was wohl
schief gelaufen ist. Ich muss diese Neigung ... diesen Drang ... das Bedürfnis,
die Schuld auf irgendetwas oder irgendjemanden zu schieben, ehrlich zugeben. Ist
dies nicht das, was vom Herzen unserer gefallenen Natur ausgeht? Emmaus Way ist
durch eine Zeit gegangen, bei der man geneigt ist, es so zu sehen.
Auf dem Hintergrund des Gesagten haben wir Euch einige Neuigkeiten mitzuteilen.
Vor einem Jahr, nachdem er zweiunddreißig Jahre lang in der Nähe seiner Eltern
gewesen war, spürte unser Sohn und Verwalter, dass er weggehen und seinen
eigenen Ort finden musste. Mit Gottes Hilfe erholten wir uns von diesem
persönlichen Verlust, unsere Kinder und Enkelkinder nicht mehr in greifbarer
Nähe zu haben, und mit Michaels Hilfe erlitt auch der Dienst in keinster Weise
ein administratives Trauma.
Im letzten Jahr hat sich unser lieber Freund Michael dem Dienst für Emmaus Way
unter großem persönlichen Einsatz hingegeben. Erstens ist sein Verlangen und
seine Berufung niemals die Verwaltung gewesen. Aber es gab eine Not und er griff
ein, um das Loch zu auszufüllen. Darüber hinaus hat Michael seit unserem Wegzug
von Tel Aviv vor zweieinhalb Jahren jeden Tag vier Stunden im Zug von und hin
zur Arbeitsstelle verbracht. Auch das war beileibe kein kleines Opfer. Gemäß dem,
was wir alle als den Wohlgefallen des Herrn bezeugen können, hat Michael den
Eindruck, dass die Zeit für ihn gekommen ist, sich aus dieser gegenwärtigen
Situation hinaus in etwas Neues hineinzubewegen, das erst noch offenbar werden
muss. Wir beten und erwarten, dass dieser Wechsel so für ihn sein wird wie der
Wechsel vom Laufen zum Fliegen. Der Segen des Herrn macht uns wirklich reich,
ohne dass eigenes Abmühen dem etwas hinzufügen würde.
Neuanfänge
Es gibt keine Lücken in Gottes Plänen. Seine Wege sind so wunderbar und
erstaunlich. Während Michael eine neue Tür sieht, die sich öffnen wird, hat
Davids Frau Katya, (die hier auf dem Grundstück lebt ... David hat sich bereits
ein halbes Jahr lang um die praktischen Belange des Centers gekümmert) bei einer
Familie gearbeitet und bei der Pflege einiger behinderter Kinder geholfen. Ihre
Arbeit endet genau jetzt, da ihre Arbeitgeber eine ausländische Hilfe angestellt
haben, die bei ihnen wohnt. Zusätzlich zu ihren künstlerischen Talenten, (sie
ist eine ausgebildete Malerin und Graphikerin), kann Katya auch noch über sieben
Jahre Erfahrung als Managerin/Geschäftsführerin einer Jerusalemer
Antiquitätenhandlung aufweisen. Unser Büro ist buchstäblich auf der anderen
Seite ihrer Wohnzimmerwand. Michael bildet im Moment Katya, (die fließend
Russisch, Hebräisch und Englisch spricht), aus, damit sie die administrativen
Zügel von Emmaus Way übernehmen kann. Es scheint, dass dieser Wechsel ein Segen
aus jedem Betrachtungswinkel ist.
Letztes Jahr trafen wir ein paar Leute mit einer wunderbaren Salbung dafür,
Anbetung zu leiten und zu lehren. Unsere Verbindung war so gut und wir hatten
den Eindruck, dass sich da etwas Dauerhaftes zwischen uns entwickeln kann. Aber
als ihr Pfad sie woanders hinführte, schien es, dass sich unser Eindruck in
nächster Zeit nicht materialisieren würde. Vor kurzem kreuzten sich unsere Wege
wieder. Diesmal fanden wir die Verbindung stark genug, um sie einzuladen, hier
für eine Zeit bei uns zu bleiben, damit wir sehen können, was der Herr
vielleicht mit uns allen vorhat. Wir alle spüren, dass ein aufregendes Potential
vor uns liegt.
Dasselbe Emmaus in neuer
Weise
Emmaus Way hat heute eine andere Struktur als früher. In der Vergangenheit
hatten wir ein Team von Menschen, deren Leben verbunden waren durch den Ort, an
dem wir lebten, was wir taten und von woher unsere Unterstützung kam. Wir waren
eine Gemeinschaft, deren Gründer, Visionäre und Leiter Arni und Yonit waren. Wie
viele von Euch wissen, leitete der Herr uns letzten Dezember (06) dazu, das Team
aufzulösen. Dies geschah aufgrund einiger Umstände und Situationen auf
verschiedenen Ebenen, nicht zuletzt deshalb, weil Arnis Gaben sich nicht darauf
erstrecken, Menschen in solch einem Rahmen als Pastor zu dienen. Außer Yonit und
Arni zogen alle anderen nach Jerusalem. Es lag auf der Hand, dass wir das Center
nicht selbst verwalten konnten und praktische Hilfe bei der Pflege der Anlage
und bei der Gästebetreuung benötigten. Obwohl wir das wussten, verpflichteten
wir uns, nicht wieder zu den alten Formen und Strukturen zurückzukehren. Hier
sitzen wir nun mit offenem Mund vor Erstaunen darüber, wie der Herr Sein Werk
tut. Er bringt Dienste mit ähnlichem Herzen und Verständnis, mit ähnlicher
Leidenschaft und Berufung zusammen. Er sammelt uns nicht alle unter dem Dach
eines Dienstes, sondern erlaubt es jedem von uns, seine eigene Identität und
Einzigartigkeit zu bewahren. Wir haben uns dazu verpflichtet, bei den
praktischen Belangen der Führung und Aufrechterhaltung des Centers
zusammenzuarbeiten. Keiner von uns ist das Oberhaupt des anderen, und wir alle
haben die Freiheit, in unseren Gaben und Berufungen zu fließen, abgesehen von
der praktischen Arbeit, so wie der Geist uns führt. Gott baut eine
Gemeinschaft von verschiedenen zusammenhängenden Diensten. Wir laden
Euch ein, David und Katyas Webseite unter www.emisrael.info
<http://www.emisrael.info> zu besuchen.
Arnis Reise nach Deutschland
Am Donnerstag werde ich (Arni) für zwei Wochen nach Deutschland fliegen. Ich
werde Leiter treffen und in Nürnberg das erste Mal dienen. Dies ist eine sehr
wichtige Stadt. Betet bitte, dass wir einen Weg zum Herzen des Leibes in der
Stadt finden und dass das Wort, das der Herr uns gegeben hat, aufgenommen wird
und Frucht bringt. Von dort aus werde ich nach Sachsen fahren und mich dort mit
den Leitern und Gemeinden treffen, mit denen wir bereits eine Beziehung haben,
um den nächsten Schritt für die Umsetzung der Vision einer Bewegung unter den
Jugendlichen (in Bezug auf Gebet für Israel und Reisen dorthin) herauszufinden.
Eine geistliche
Perspektive in Bezug auf die gegenwärtigen politischen Ereignisse
Lasst uns mit einigen Fragen beginnen. Glaubt Ihr, was die Politiker sagen und
was die Medien berichten? Glaubt Ihr, dass Präsident George W. Bush wirklich am
Steuer sitzt oder dass die echten „Weltbeweger“ und „Welterschütterer“ hinter
den Kulissen arbeiten? Glaubt Ihr, dass der Feind einen Plan hat, den er schon
vor 1992 begonnen hat, umzusetzen ... oder sogar schon vor 1967?
Die Situation bezüglich des Schicksals und der Bestimmung von Nationen ist im
Prinzip nicht anders als bei Einzelpersonen. Ohne Gott wissen wir nicht, wer wir
sind und wohin wir gehen. Wir sind verloren und werden für immer in der
Dunkelheit wandeln. Ohne Jeshua gibt es keinen Weg für uns, zu Gott zu gelangen.
Ohne Sein bedeckendes Blut gibt es keine Möglichkeit für uns, in Gottes
Gegenwart zu stehen und Seinen Geist in uns zu empfangen. Kurz gesagt, ohne Ihn
haben wir keine Hoffnung. Ohne Ihn haben wir keine Antworten und keine Lösungen.
Wie schon gesagt, dies alles gilt genauso für Nationen wie für einzelne Menschen.
Die Ereignisse in und um Israel und den Nahen Osten, so radikal und extrem, wie
sie auch erscheinen mögen, sind einfach ein Abbild, ein Exposé, ein entblößender
Blick auf das, was in den Herzen aller Völker und Nationen ist. Gott segne
George Bush. Aber weder er noch irgendein anderer „Weltführer“ kann das
reparieren, was vor 6000 Jahren in die Brüche ging. Nur König Jeshua kann das
und wird es auch tun.
Es geht nicht darum, was geschehen wird, sondern wie es geschehen wird. Die
Sache ist nicht, ob es geschehen wird, sondern wann. Lasst uns Reichtümer in der
Ewigkeit anhäufen, indem wir das Reich Gottes in den Herzen von Menschen
aufrichten.
Der Herr segne Euch von Zion aus!
Im Dienst für Euch ...
zur Ehre Seines
Namens,
Arni
und Yonit
Nähere Informationen, wie man am persönlichen "Gebetsschild" teilnehmen kann,
gibt es hier
<http://www.emmausway.org/gerweb/EW%20German/Bedarf.htm> .
Die gegenwärtigen finanziellen Nöte von Emmaus Way findet Ihr hier
<http://www.emmausway.org/gerweb/EW%20German/Bedarf.htm> .
Für Spendeninformationen, bitte hier
<http://www.emmausway.org/gerweb/EW%20German/F%20Policy.htm> klicken.
Der Dienst von
Emmaus Way finanziert sich ausschließlich aus dem Glauben und ist daher auf die
Unterstützung durch das Volk Gottes angewiesen.