9. März 2007
19. Adar 5767
Liebe Freunde und Beter,
die Luft wird wärmer, die Vögel singen, das Gras grünt und die Blumen blühen.
Unser Zuhause und Dienstzentrum in den Bergen ist von solch sichtbaren Zeichen
umgeben, die uns sagen, dass der israelische Winter fast vorbei ist. Mit einem
Seufzer der Erleichterung und tiefer Dankbarkeit in unseren Herzen spüren wir,
dass auch der tiefe Winter in unseren Seelen zu Ende ist. Diese Phase in unserem
Leben begann im Frühling von 2005, als unser Anbetungszentrum im Esther Haus
geschlossen wurde und wir von Tel Aviv wegzogen. Obwohl wir das Warum und Wozu
nicht völlig verstanden, wussten wir, dass Gott die Ereignisse lenkte, und das
bewahrte uns davor, emotional zu versinken. Dass wir übernatürlich zum
judäischen Hügelland geführt und dort eingepflanzt wurden, war eine große
Ermutigung inmitten des Wirbelwinds der Veränderung. Wir dachten, dass das
nachfolgende Jahr ein unspektakuläres Übergangsjahr werden würde. Diese
Übergansperiode ist nun zu eher zwei Jahren geworden und das Maß an Veränderung
ist auch viel größer gewesen, als wir es erwartet hatten.
Gott hat die Ereignisse und Aktivitäten der vergangenen sieben Jahre zu einem
Abschluss gebracht. Im Januar 1999 begannen wir mit den Renovierungsarbeiten im
Esther Haus und der Errichtung des Anbetungszentrums. Im Dezember 2006 wurde das
Team, die Lebensgemeinschaft, die zusammengekommen war, um diese Einrichtung zu
verwalten, zerstreut. Im Januar 2007 wurde das Esther Haus an einen israelischen
Immobilienmakler und Bauunternehmer verkauft. Das ist einer der Momente, wo wir
uns mit unserer begrenzten Sichtweise nur wundern können und vor Verblüffung den
Kopf schütteln. In Bezug auf unseren irdischen Dienst sind diese sieben Jahre in
mancher Weise wie ein Kreislauf, aber aus der Sicht unserer Herzen und unserer
Seelen ist es eine Zeit von Wachstum und Befreiung von schweren Wunden und
fleischlichen Hindernissen gewesen, die uns getrieben und unser Leben stark
beeinflusst haben.
Vor zwei Wochen hatten wir eine Woche, wo innere Mauern heruntergerissen wurden,
sieben Jahre, nachdem die alten Mauern vom Esther Haus zerstört wurden, um ein
messianisches Zentrum zu errichten. Mauern der Angst, Barrieren von Blindheit,
Festungen des Stolzes, Brunnen der Pein, falsche Erwartungen und verpasste
Einsichten wurden aufgedeckt, geheilt und entfernt durch den Dienst eines lieben
Bruders, der vom Heiligen Geist geleitet wurde. Ganz herzlichen Dank Euch allen,
die Ihr für uns gebetet habt, während wir in den USA waren. Wir hätten niemals
erwartet, dass Gott soviel Segen für uns bereitstellt.
Inmitten der Sünde, die in unseren sterblichen Leibern wohnt, und der Wunden des
irdischen Lebens an Herz, Seele und Geist, würden wir für immer im Elend
versklavt bleiben und wie Paulus in Römer 7 verzweifelt schreien, wenn es Gottes
Gegenwart und Heilung nicht gäbe. Wie sehr wir uns auch anstrengen und bemühen,
wir können mit einem gebrochenen Bein nicht gut laufen. Wir müssen die
Verantwortung übernehmen und die Konsequenzen unserer Taten akzeptieren. Dennoch
möchte Gott nicht, dass wir unter Scham und Anklage leben, sondern dass wir uns
annehmen und akzeptieren wie wir sind. Gebrochen und dennoch schön. Und so
kehren wir nach Israel freier, heiler, mehr im Einklang mit unserem Herzen, mit
mehr Licht und ermutigt zurück, aber immer noch hinkend und in stärkerer
Abhängigkeit vom Herrn als je zuvor. Es gibt mehr zu erzählen über den Dienst,
den wir in den USA empfangen haben. Wir möchten ihn von Herzen empfehlen. Fühlt
Euch frei, uns diesbezüglich zu kontaktieren, und wir werden Euch dann gerne
mehr über die Einzelheiten berichten.
* * *
Während der letzten drei
Monate, in denen wir nicht aktiv öffentlich gedient haben, sind die Spenden und
die Unterstützung unserer Freunde und Partner nicht zurückgegangen. Wir sind so
dankbar und beschämt, dass unser Gott und unsere Freunde weder ihr Angesicht
verborgen noch ihre Liebe und ihre Unterstützung in dieser Zeit zurückgezogen
haben. Wir können Euch gar nicht genug danken.
* * *
Musik hat immer eine große
Rolle bei jeder Bewegung gespielt, die Veränderung brachte. Die Feuer der
Erweckung, Revolution und Veränderung haben immer am stärksten in jungen Herzen
gebrannt. Viele (uns eingeschlossen) glauben, dass der wiedergeborene Leib des
Messias in Israel dazu bestimmt ist, einen prophetischen Endzeitruf freizusetzen,
der den Leib des Messias, das religiöse Establishment und die hungrigen Herzen,
die nach dem lebendigen Brot verlangen, bewegt, sowohl innerhalb des Landes als
auch außerhalb.
Als Dienst haben wir schon länger das Verlangen, sozusagen als Hebamme hilfreich
den jungen Gläubigen zur Seite zu stehen, die von Gott mit Musik für ihre
Generation gesegnet wurden. Unsere jetzige Einrichtung hat, genauso wie die
frühere, einen Raum, der für Proben und Aufnahmen bestimmt ist. Ein 24/7
Anbetungsdienst in Jerusalem, mit dem wir in enger Verbindung stehen - er heißt
Succath Hallel (Zelt des Lobpreises) – braucht ein Aufnahmestudio, um genau das
zu tun, was auf unserem Herzen ist. Dieser neue gesalbte Sound manifestiert sich
bei vielen Jugendlichen und anderen, die Anbetungs- und Gebetswachen während der
Woche leiten. Es ist eine Ehe, die vom Himmel zusammengeführt wurde.
Kommerzielle Studios sind teuer. Man bezahlt pro Stunde. Man kann dort nicht in
Ruhe sitzen und auf den Herrn warten, wenn die Uhr tickt. Es gibt vorher viel
Stress, um rechtzeitig fertig zu sein, und ein ständiges los, los, los, wenn man
dort ist. Wir glauben, dass der Heilige Geist Rufen, Seufzen, Lieder und Sounds
hervorbringen möchte, die aus spontaner Anbetung, Gebet und Fürbitte entstehen.
Wir sind begeistert von dem Gedanken, dass wir einen Anteil haben können, indem
wir einen Raum bereitstellen, wo die Menschen die Freiheit haben, die Studio-Uhr
wegzustellen, genauso wie im Tabernakel. Und wenn wir dies auf der Basis von
freiwilligen Spenden anbieten, dann können noch viele andere unsere
Räumlichkeiten nutzen. Was hinzukommt, ist die Tatsache, dass die Musiker
während ihres kreativen Schaffens auch die Möglichkeit haben, an Ort und Stelle
zu wohnen, was die Qualität des Outputs noch steigern wird ... ganz zu schweigen
von der schönen Umgebung. Bitte betet mit uns, dass alle Details hervorkommen,
der richtige Plan für die Errichtung der Soundschutzkabine und für die
Materialien, um die Schallisolierung fertig zu stellen.
* * *
Habt Ihr die Ereignisse in
Arad in den letzten Jahren verfolgt? Dabei geht es um einen der extremsten Fälle
von Verfolgung von messianischen Gläubigen in letzter Zeit. Arad liegt an einer
historischen Ost-West Handelsroute in der Nähe der Südspitze des Toten Meeres,
an der Grenze der Negev Wüste zur judäischen Wüste. Wir fügen einen Link hinzu,
damit diejenigen unter Euch, die noch nichts gehört haben, die ganze Geschichte
lesen können. Der Link The Arad Battlefront
<http://www.israelprayer.com/articles/The%20Arad%20Israel%20Battlefront.html>
führt auf die Webseite einer guten Freundin, die die gewaltige Aufgabe hat, die
neusten Nachrichten aus Israel und die Highlights aus den Nachrichtenbriefen von
diversen soliden messianischen Diensten in Kurzfassung zu präsentieren. Die
Kurzfassung dieser Geschichte ist, dass eine Gruppe von ortsansässigen ultra-orthodoxen
Juden eine kleine Gruppe von Gläubigen drangsaliert. Manchmal sind es um die 700
Demonstranten, die sich vor den Häusern der Gläubigen versammeln.
Wir sind davon überzeugt, dass es hier um mehr geht, als man auf den ersten
Blick sieht. Arad scheint ein kleines abgelegenes Örtchen zu sein, das umgeben
von der Wüste ist und 1962 gegründet wurde. Der Feind macht sich ungeheure Mühe
in seinem Versuch, auf diesem Gebiet die Gläubigen loszuwerden. Die Szene
erinnert uns an ein Frank Peretti Szenario (für diejenigen unter Euch, die seine
Bücher kennen). Arad ist schon lange ein New Age Zentrum. Einige halten es für
die Hauptstadt des New Age in Israel. Es zieht Künstler und kreative
Typen an. Kürzlich gab es den Versuch, es zum internationalen Hauptquartier für
den Dalai Lama zu machen, was am Widerstand der chinesischen Regierung
scheiterte. Dies sind keine zufälligen Ereignisse. Im geistlichen Bereich
ist es oftmals so, dass die Söhne der Finsternis mehr von den geistlichen
Realitäten wissen als die westlich gesinnten Kinder des Lichts. Das Interesse
des Feindes an diesem Ort ist ein Zeichen dafür, dass er irgendwie wichtig ist.
Wir haben den Eindruck, dass Arad ein geistliches Portal ist. Als solches gibt
es dort eine Dynamik wie in Bethel, wo Jakob schlief und die Engel hinauf- und
hinabsteigen sah. Ein Freund, der in Arad lebt, bestätigte ganz klar das,
worüber wir uns Gedanken gemacht haben. Verschiedene Male - das letzte Mal vor
zwei Wochen - haben prophetische Fürbitter gesagt, dass sie Arad als geistliches
Portal gesehen haben.
Bittet nehmt das alles mit zum Herrn ins Gebet. Es liegt uns am Herzen, dass
diese Angelegenheit nicht in Vergessenheit gerät. Es geht nicht darum, gegen den
Feind anzugehen, sondern darum, dass Arad seine prophetische Bestimmung erfüllt.
Gott hat eine Strategie und wir müssen sie von Ihm empfangen. Bittet
teilt uns mit, wenn Ihr etwas im Gebet empfangt. Wir sollten hinzufügen, dass
nach dem dämonischen Aufstand in Arad dem Leib in Beersheva etwas Ähnliches
widerfahren ist. Wir nehmen an, dass es da eine geistliche Verbindung gibt.
* * *
Ein wichtiges Ereignis, das
von unseren Freunden, der TOS in Tübingen, organisiert wird, findet nächsten
Monat in Deutschland statt. Es ist ein Marsch der Lebenden, der an die
Todesmärsche der Nazis erinnert, die an der Schwäbischen Alp entlang bis zum
Todescamp in Dachau bei München führten. Wir glauben, dass dieses Ereignis große
Auswirkungen im Geistbereich haben wird. Wir können persönlich bestätigen, dass
dieses Projekt vom Konzept bis zur Planung die Handschrift Gottes trägt. Der
Herr hat uns ein Wort über die geistliche Bedeutung von München gegeben. Als ich
meinen Freund in Tübingen anrief, um ihm davon zu erzählen, antwortete er mir,
indem er sagte, dass er gerade vom Herrn den Eindruck empfangen habe, zu diesem
Marsch aufzurufen, der in München am Abend des Holocaust-Gedenktages in Israel
endet. Wir planen, daran teilzunehmen. Ihr könnt auf dieser Webseite nähere
Details und Infos bekommen:
http://www.tos.info/index.php?id=179&L=0
<http://www.tos.info/index.php?id=179&L=0>
* * *
Während wir Purim hinter uns
lassen und uns Pessach nähern, lasst uns daran denken, dass trotz Haman, Pharao,
Hitler und Ahmadinejad Jeshua auf dem Thron Davids sitzt und die Nationen mit
dem eisernen Stab regieren wird. Lasst uns uns freuen und fröhlich sein, denn
der Herr unser Gott der Allmächtige regiert!
An dieser Stelle endete unser Brief an Euch am Ende des 8. März. Es war ein
wunderbarer Tag. Es war Arnis 60.Geburtstag. Es war ein Tag des Durchbruchs. Was
wir oben über die Eröffnung des neuen Studios geschrieben haben, sehen wir als
wichtigen Fortschritt im Reich Gottes an.
Der Tag begann sehr ungewöhnlich. Durch einen Systemfehler waren unsere Email-Konten
blockiert und niemand von uns konnte Emails senden oder empfangen.
Wir verbrachten den Abend damit, einer Gruppe von deutschen Jugendlichen von der
Bürde unseres Herzens für Deutschland und Israel zu erzählen. Es war eine
großartige Zeit. Wir kamen um 11h nachts nach Hause und stellten fest, dass man
in unser Haus eingebrochen hatte. Alle unsere Kleider waren aus den Schubladen
gerissen und auf den Boden geworfen worden, die Schmuckkästen geleert, das
Bargeld gestohlen und die Matratzen umgedreht worden; außerdem wurden Arnis Büro
und Yonits Gebetsraum total ausgeplündert. Die Diebe hinterließen ein totales
Chaos. Das Wohnzimmer war ziemlich unberührt, was uns darauf schließen lässt,
dass es keine Schikane, sondern ein echter Einbruch war. Beide Computer von Arni
und Yonits Laptop wurden gestohlen, sowie unsere Digitalkamera, unser Palm
Pilot, das Handy und andere elektronische Geräte. Sie hatten es auf Geld,
Schmuck und kleine elektronische Geräte abgesehen. Wir sind dankbar, dass es Jon
und Leannes kleinem Hund gut geht und dass sie zwei teure Gitarren nicht
angerührt haben.
Für Arni bedeutet das, dass er seine Adressbücher und Dateien verloren hat,
eigentlich sein gesamtes Büro ---- Dinge, die unersetzlich sind. Alle Emails,
die an Arni vor dem 8. März gesendet wurden, sind verloren. Es wäre großartig,
wenn diejenigen von Euch, die Nachrichten am 6. oder 7. gesandt haben, diese
nochmals an Arnis Emailadresse schicken könnten: arni@emmausway.org
Wenn jemand an Arni eine Email geschickt hat und auf Antwort wartet, möge er sie
bitte nochmals senden.
Da Arnis gesamtes Adressbuch verloren gegangen ist, wäre es wirklich ein Segen,
wenn Ihr ihm eine Email mit Eurem Namen in der Betreffzeile senden könntet,
damit er es wieder neu anlegen kann.
Soweit wir es beurteilen können, gab es keine Einbruchsspuren. Es sieht so aus,
als wenn sie einfach durch die Eingangstür hereinspaziert sind. Das Haus ist
etwas abgelegen, was bis jetzt ein großer Segen war. Bitte betet mit uns für
Weisheit, Schutz und dafür, dass wenigstens Arnis Hauptcomputer wiedererstattet
wird.
Es ist jetzt ungefähr drei Uhr morgens und wir sind beide ziemlich müde. Wir
werden Euch über die weiteren Geschehnisse auf dem Laufenden halten. Herzlichen
Dank dafür, dass Ihr mit uns gemeinsam unterwegs seid – es ist ein Segen zu
wissen, dass es Euch gibt.
Unser Schlussgedanke kann kein anderer sein als ein Nachsinnen über die
großartigen Dinge, die Gott an Arnis Geburtstag getan hat, was dem Teufel
offensichtlich nicht gefiel. Wir können nicht anders, als uns ermutigt fühlen.
Der Herr segne Euch von Zion aus!
Im
Dienst für Euch ...
zur
Ehre Seines Namens,
Arni und Yonit
Während wir
auf dieser Erde sind, lasst uns in das, was zeitlich und vergänglich ist,
investieren,
damit wir im Königreich des Himmels eine ewige Belohnung ernten mögen
Nähere Informationen, wie man am persönlichen "Gebetsschild" teilnehmen kann,
gibt es hier
<http://www.emmausway.org/PrayerShield.htm> .
Die gegenwärtigen finanziellen Nöte von Emmaus Way findet Ihr hier
<http://www.emmausway.org/gerweb/EW%20German/Bedarf.htm> .
Für Spendeninformationen, bitte hier
<http://www.emmausway.org/gerweb/EW%20German/F%20Policy.htm> klicken.
Der Dienst von
Emmaus Way finanziert sich ausschließlich aus dem Glauben und ist daher auf die
Unterstützung durch das Volk Gottes angewiesen.