27. März 2007
8. Nissan 5767
Liebe Freunde und Beter,
bleibt dran...die Fahrt ist noch nicht zu Ende.
Bei unserer ersten Reise nach Israel 1989 sagte der Herr uns, dass wir Alijah
machen sollen, und Er gab uns eine Erfahrung, oder vielleicht sollte ich sagen,
Yonit hatte eine Erfahrung, die uns einen klaren Hinweis darauf gab, was uns in
der Zukunft erwarten würde.
Ein unfertiger Treppenaufgang, der zu dem Raum, in dem wir schliefen, führte,
hatte weder Tür noch Sicherheitsabgrenzung. Eine dünne Holzabdeckung war über
die Öffnung gelegt worden, um uns Privatsphäre zu verschaffen. Ohne Nachzudenken
ging Yonit durch den Raum zu mir hinüber, trat auf die Holzabdeckung und fiel
entlang der harten Holzstufen bis ins Stockwerk darunter. Durch Gottes Gnade
hatte sie nur vier große Abschürfungen und keine gebrochenen Knochen. Dann
fragten wir den Herrn: "Warum hast Du dies zugelassen, und das am Anfang unserer
ersten Reise nach Israel?" Seine Antwort war sofort ganz klar und deutlich: "Der
Kampf hier ist sehr real. Prüft deshalb jeden einzelnen Schritt."
Obwohl wir oftmals dabei versagt haben, die Anweisung des zweiten Teils dieser
Aussage zu befolgen, hat sich der erste Teil immer wieder als wahr erwiesen. Was
sollen wir denken, wenn wir in alle möglichen Versuchungen fallen? Wenn wir
früher über Freunde oder andere hörten, dass sie getestet und herausgefordert
wurden, fragten wir (uns selbst) immer als erstes, ob es wohl eine offene Tür
gibt. Es muss etwas geben, das dem Feind Zutritt verschafft. Könnt Ihr Euch
darin wieder finden? Die Tendenz, bei allem, das schief läuft, nach menschlicher
Verantwortung zu suchen, ist sehr natürlich und sehr
bedrückend. Ist das nicht das, was Hiobs Freunde taten?
Seit unserer Einwanderung vor 15 Jahren, gab es selten einen Tag, an dem wir uns
nicht des Kampfes bewusst waren, der im Geistbereich um dieses Land stattfindet.
Seit fast zehn Jahren, seitdem wir in den Bereich der Anbetung und der
Kriegsführung um das Territorium, das vom Fürsten der Finsternis kontrolliert
wird, eingetreten sind, ist unser Kampf noch viel intensiver geworden. Es war
so, als ob man vom Luftkampf zum Bodenkampf wechselt. Wenn man in dieser
Metaphorik bleibt, dann sind die letzten zwei Jahre, seitdem wir nach Nes Harim
gezogen sind, ein Nahkampf und die letzten sechs Monate ein Mann gegen Mann
Ringkampf von morgens bis abends gewesen. (Abbilder der Situation unseres Vaters
Jakob mit dem Engel...)
Ihr, die Ihr mit uns gewandelt seid, habt Ihr Euch gefragt, was hier vor sich
geht? Klar, wir haben das natürlich getan. Das ist wirklich eine grundsätzliche
Frage. Wie erklärt man alle "schlechten" Dinge, die passieren? Wie kann der
Feind eindringen? Wenn Gott gut, liebevoll und Herr über allem ist, dann kann
das nicht Sein Werk sein. Es muss unsere Schuld sein. Wenn dem so ist, dann
werden wir keine Sicherheit oder Ruhe in unserer Seele finden, bis wir ohne
Flecken und Runzeln sind...in anderen Worten, für den Rest unserer Zeit auf
dieser Erde. Ihr Lieben, wir glauben, dass das Blut des Lammes unsere Sünden
bedeckt hat und dass der Feind, wenn wir nicht eindeutig rebellisch sind und
absichtlich Gottes Wort ignorieren, kein Recht hat, uns anzutasten, es sei denn,
Gott lässt das aus einem bestimmten Grund zu. Das ergibt für unseren
menschlichen Verstand keinen Sinn, aber Gottes Wege sind nicht unsere Wege.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass wir kampfesmüde sind. Wir sind ganz
normale Menschen. Direkt, nachdem wir nach einer Ruhepause gerufen hatten (beim
Gebetstreffen gestern Morgen), traf uns eine neue Welle. Der Test war noch nicht
abgeschlossen. Gestern Abend, als Yonit bei einem wöchentlichen Frauentreffen in
Jerusalem war, wurde das Fenster unseres Autos zertrümmert und Yonits Handy
gestohlen, das sie aus Versehen im Auto gelassen hatte. Gibt es so etwas? In
letzten paar Monaten wurde unser Kleinbus gestohlen, ins Haus eingebrochen und
das Fenster unseres Autos zertrümmert. (Wenigstens hat der finanzielle Schaden
bei diesen Ereignissen abgenommen.) Dieses letzte Ereignis hat einen Schrei in
meinem Inneren ausgelöst: Genug, genug, genug, genug!!!
Wir hatten die Bestätigung, dass der Krebsangriff bei Yonit vor drei Jahren mit
unserem Ruf nach Deutschland verbunden war. Nach unseren Bemühungen, die Jugend
zu erreichen, kamen auch Angriffe. Und die neuesten prophetischen Einsichten
über die Bedeutung von Arad stellen vielleicht das bedrohlichste Element
insgesamt dar. Wir wollen das alles nicht als wichtiger darstellen, als es ist;
wir glauben auch nicht, dass unsere Beteiligung an dieser Front bedeutet, dass
wir irgendwie besonders sind, noch können wir sagen, dass diese Angelegenheiten
wichtiger sind als irgendein anderes Werk, zu dem andere berufen sind. Aber wir
werden nicht zurückhaltend dabei sein zu proklamieren, dass Arad, die Jugend,
Anbetung und Deutschland zu den Hauptaspekten des Wirkens Gottes in dieser Zeit
gehören, was
der Feind leidenschaftlich hasst und verzweifelt fürchtet.
Wir sind nicht geistlich unsensibel. Seit mehr als dreißig Jahren hat der Herr
niemals Probleme damit gehabt, zu uns zu sprechen und Seiner Stimme Gehör zu
verschaffen. Und zu Protokoll können wir geben, dass wir dafür bekannt sind,
dass wir schon viele harte Dinge von Ihm gehört haben, die wir lieber anders
gehabt hätten. Deshalb stellt sich die Frage ... wenn Gott dies alles zulässt,
was tut Er damit? Ganz sicher prüft Er unseren Glauben und reinigt ihn. Aber
noch etwas anderes kommt uns als Gedanke. Er tut das für Euch. Er "streckt"
uns vor Euren Augen, damit Ihr die Botschaft empfangen könnt, wie real dieser
Krieg ist und dass wir hier in Israel leichte Beute in den Augen des Feindes
sind. Ohne die Gnade Gottes und die Fürbitte der Geschwister gäbe es keine
Möglichkeit für normale, zerbrochene Menschen, diesen massiven Angriff zu
überstehen. Nach dem Einbruch schickte ein Freund aus Deutschland ein Wort
zusammen mit einer Spende. Er sagte, er denkt, dass der Herr vielleicht unsere
Freunde genauso testet wie uns.
Liebe Freunde, liebe Beter, dies ist nur der Anfang unserer Trübsal hier. Können
wir erwarten, dass der Feind nachlässt, wenn die Stunde näher rückt? Wir sind
sogar dankbar und gesegnet, dass wir in einer Phase von relativer Ruhe derartig
geprüft werden. Wir wussten schon vor unserer Einwanderung, dass wir dazu
bestimmt sind, ein Köder zu sein, um den Feind herauszulocken – so wie die
Kinder Israels am Roten Meer – damit Gott verherrlicht wird. Vor dieser Berufung
zurückzuschrecken, würde bedeuten, dass wir den Leiden des Herrn den Rücken
zukehren. Es klingt vielleicht sehr merkwürdig, aber je mehr diese Dinge
geschehen, desto mehr sind wir davon überzeugt, dass Gott mit einer göttlichen
Absicht dahinter steckt. Es ist absurd, dass in unser Haus an Arnis 60.
Geburtstag eingebrochen wurde. Es ist absurd, dass bei dem einen Mal, wo Yonit
ihr Handy versehentlich im Auto auf einer hell beleuchteten,
belebten Straße gelassen hat, (laut Zeugenaussage)
ein Mann mit einem Roller auf dem Bürgersteig vorbeifährt mit der Absicht, das
zu tun, was er dann tat. Das ist mehr als Zufall. (Die Versicherung ersetzt das
Handy und die Scheibe übrigens.)
Es geht hier nicht um Arni und Yonit. Es geht nicht um den Dienst von Menschen.
Es geht um das Königreich Gottes. Es geht hier darum, dass strategische Elemente
aufgebaut werden, die den Weg für die Wiederkehr des Herrn vorbereiten. Wir
hoffen, dass Ihr dies alles annehmen könnt, dass dies nicht eine Aussage ist,
die wir aus Stolz gemacht haben, so als ob wir dächten, dass das, was wir tun,
wichtiger ist, als das Werk anderer. Uns zu vergleichen, ist nicht unsere
Intention. Aber wenn wir die Aussagen abschwächten, dann verleugneten wir
dadurch viele prophetische Worte und innere Überzeugungen, die wir während
unseres ganzen Lebens mit dem Herrn empfangen haben. Wenn wir die Art unserer
Berufung nicht akzeptieren, dann werden wir auch nicht in der Lage sein, mit dem
nötigen Training und den Prüfungen zu leben und die erforderlichen
Vorbereitungen für unseren Lebensweg zu treffen.
Das Ergebnis all dessen ist, dass wir in Israel die Hilfe des restlichen Leibes
benötigen, um das schaffen
zu können, was Gott uns aufgetragen hat. Wir schämen uns
nicht zu sagen, dass dieser Kampf, der Kampf um die Seele und die Errettung
Israels, zu viel ist für jeden von uns hier im Land. Der Angriff des Feindes
gegen uns persönlich ist ausgetüftelt und unerbittlich. Es gibt Dinge, mit denen
wir persönlich kämpfen müssen, und es gibt Aspekte, die allgemeiner Natur sind.
Der Leib als Ganzes muss sich der allgemeinen Angelegenheiten annehmen. Wir
haben niemanden, an den wir uns wenden könnten, außer an Euch, die Ihr diesen
Brief empfangt.
Glaubt Ihr, dass das Werk in Israel und die Bemühungen um das jüdische Volk mehr
angefochten werden als jede andere Aktivität auf dieser Erde? Glaubt Ihr, dass
das, was in Israel im Geist und im Natürlichen passiert, weltweite Auswirkungen
hat? Habt Ihr die Tatsache völlig begriffen, dass Jeshua nicht wiederkehren wird,
bis Israel sagt: "Gelobt sei, Der da kommt im Namen des Herrn"?
Wir sind dankbar für die vielen und für die ständig wachsende Anzahl von
Geschwistern, die diese Wahrheit ergriffen haben und ergreifen. Dennoch
wiederholen wir unsere Überzeugung, dass Gott es zugelassen hat, dass wir immer
wieder so stark angegriffen wurden, damit dieser Angelegenheit Gewicht verliehen
wird, nicht nur um unsertwillen, sondern um aller Dienste und Einzelpersonen
willen, die ihr Leben hier an der Front in Israel ausgießen. Wir bitten Euch
nicht, für uns einzustehen. Das wäre nicht richtig. Bitte begreift, was
wir hier sagen wollen. Dieser Kampf ist genauso Euer, wie er unser Kampf ist.
Deshalb bitten wir Euch zu stehen ... steht für den Herrn und für Euch selbst
ein.
* * *
Gestern Abend haben wir Nachricht über Qaumaniqs Operation erhalten. Alles
verlief sehr gut. Es geht ihr gut und es gab keine Komplikationen. Nach der
ersten Untersuchung sieht es so aus, dass der Tumor nicht bösartig ist. Ein
eindeutiger Befund dauert 40 Stunden. Ihr Ehemann Suuqina sendet Grüße und ist
so dankbar für jeden von Euch, der gebetet hat. Es scheint, dass Gott die Gebete
erhört hat. Lasst uns dranbleiben im Glauben für eine schnelle, vollständige und
ereignislose Wiederherstellung. Preis dem Herrn.
Der Herr segne Euch von Zion aus!
Im Dienst für Euch ...
zur Ehre Seines
Namens,
Arni
und Yonit
Während wir
auf dieser Erde sind, lasst uns in das, was zeitlich und vergänglich ist,
investieren,
damit wir im Königreich des Himmels eine ewige Belohnung ernten mögen
Nähere Informationen, wie man am persönlichen "Gebetsschild" teilnehmen kann,
gibt es hier
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Die gegenwärtigen finanziellen Nöte von Emmaus Way findet Ihr hier
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