14. Juni 2007
28. Sivan 5767
Liebe Freunde und Beter,
in diesem Brief findet Ihr:
- Nachrichten und Gedanken von der Front
- Wo Gott war, als unser Auto gestohlen wurde
- Deutsche Jugendliche im Zentrum
- Ihn in die Straßen Jerusalems bringen
Eine Nahaufnahme von der Front
Das Wort auf der Straße ist Krieg. Jeder, mit dem wir sprechen, erwartet ihn.
Die israelische Armee bereitet sich auf einen Zweifrontenkrieg vor. Man sagt,
dass die Hamas im Moment militärisch ungefähr so stark ist, wie die Hisbollah im
letzten Libanon-Konflikt war. Syrien hat seine Truppen an der Grenze verstärkt
und behauptet, es handele sich um ein defensives Manöver. Innerhalb von Tagen
kann sich das leicht in eine Offensive verwandeln. Es ähnelt dem, was sie vor
dem Yom-Kippur-Krieg 1973 taten. Obwohl Assad verbale Angebote zu Verhandlungen
gemacht hat, bewegt er die Bodentruppen. Wenn dieses Spiel erst einmal begonnen
hat, kann es leicht den Punkt erreichen, wo es kein Zurück gibt. Jede Seite
versucht, herauszufinden, was der andere vorhat. Ist das wirklich defensiv?
Denken sie, dass wir vorhaben, sie anzugreifen?
In dieser Welt, besonders im Nahen Osten, kann man heutzutage immer weniger
davon ausgehen, dass die Ereignisse nach logischen Gesichtspunkten geplant
werden. Ich (Arni) habe die Stimme des Herrn gehört, dass der Krieg kommen wird.
Was ich in einem Traum sah und hörte, war nicht vergleichbar mit dem, was vor
kurzem im Libanon geschah. Es war Zerstörung und Verwüstung in den Straßen ...
sogar in Tel Aviv. Es gab keinen Hinweis, gegen wen der Krieg war. Da das Wort
des Herrn zu mir in Form einer unveränderlichen Proklamation kam, kann ich nicht
beten, dass es keinen Krieg geben wird. Aber so, wie ich letzte Woche schrieb,
können und müssen wir sogar beten, dass er im Zeitplan Gottes geschieht und
so begrenzt ist wie nur eben möglich und dabei trotzdem die Absicht des Herrn
erfüllt.
Viele haben gesagt, dass es keine Lösung für den Konflikt mit unseren "Vettern"
gibt, es sei denn durch göttliches Eingreifen und durch ihre Errettung.
Letztendlich glauben wir das auch. Dennoch kam mir (Arni) ein Gedanke, den ich
gerne weitergeben möchte. Wenn die militärische und finanzielle Unterstützung
der PA entzogen würde, dann wären sie praktisch nicht mehr in der Lage, ihren
bewaffneten Kampf gegen Israel aufrechtzuerhalten. Syrien und Iran sind, mit der
Hilfe Russlands, ihre Hauptversorgungskanäle. Könnte es sein, dass Gott einen
Haken in den Kinnladen von Syrien und Iran platziert hat, um sie in den Kampf zu
ziehen, damit sie von der Bildfläche verschwinden? Wir möchten uns solch ein
Szenarium gar nicht bildlich vorstellen, aber wir denken, wir sollten diesen
Gedanken Euch weitergeben, damit Ihr ihn im Hinterkopf habt, wenn Ihr den Herrn
sucht, um herauszufinden, wie Ihr beten sollt. Man fragt sich, wie lange der
Herr es dem Feind erlauben wird, Raketen auf unsere Städte regnen zu lassen.
Aber wir dürfen nicht vergessen, dass inmitten all dessen Gott am Werk ist, um
unser Volk vor Ihm auf die Knie zu bringen.
Ein anderer Gebetspunkt ist Unterscheidungsvermögen, was die wahren Absichten
des Iran betrifft und wie wir darauf reagieren sollten. Ein iranischer Gläubiger,
der in den USA lebt, sagte vor kurzem, dass die gegenwärtige iranische Regierung
bei den meisten im iranischen Volk sehr unbeliebt ist. Er kann sich nicht
vorstellen, dass der Iran Israel wirklich angreift. Seiner Meinung nach versucht
der iranische Präsident Israel zu provozieren, damit sie den Iran angreifen und
so seine Position innerhalb des Landes gestärkt wird. Hier die Wahrheit zu
erkennen, das ist eine Angelegenheit, die ernsthaftes Gebet erfordert. Es
erübrigt sich zu sagen, dass sehr viel auf dem Spiel steht.
Letzte Woche sagte unser Premierminister, dass er willig wäre, Syrien die
Golanhöhen abzugeben, wenn sie sich vom Iran distanzierten. Könnt Ihr das
verstehen? Wir nicht. Es ist so absurd, dass es schwer ist, diese Aussage
überhaupt zu kommentieren. Wie lange muss man ein Schild vor eine blinde Person
halten, bis sie es lesen kann? Stellt Euch vor...Euer ganzes Leben lang äußert
Euer Nachbar sein Verlangen, Euch aus Eurem Haus zu vertreiben und/oder Euch zu
töten. Und dann entscheidet Ihr Euch im Namen des Friedens dafür, dass Ihr ihm
die Schlüssel zu Eurem Haus gebt, für den Fall, dass er "hallo" zu Euch sagt und
Euch anlächelt, wenn Ihr Euch auf der Straße trefft. Diese Situation kann man
mit dem natürlichen Menschenverstand nicht begreifen, wenn man normale
Vorlieben und Ziele zugrunde legt oder aus menschlichem Erbarmen handelt. Wir
müssen Gottes Gedanken in dieser Angelegenheit kennen!
Unser Auto wurde
gestohlen und Gott ...
Wir sind so dankbar für all die
Ermutigung, die wir nach dem Diebstahl unseres Autos erhalten haben. Die größte
kam von Gott selbst. Am Tag nach dem Diebstahl verschickten Freunde eine Email,
dass sie ihr Auto verkaufen möchten. Ohne eine Sekunde zu zögern, rief ich an
und traf die Verabredung, dass ich es am nächsten Tag anschauen und testen würde.
Es ist zwei Jahre jünger als unser früheres, hat nur halb so viel Kilometer auf
dem Tacho und kostet ein bisschen weniger, als wir von der Versicherung erhalten
werden. Es war eine mühelose Verbesserung! Aber die Geschichte endet hier noch
nicht. Unser Freund hatte vorgehabt, die Anzeige am Sonntag zu versenden, drei
Tage früher. Als sein Finger den Knopf zum Versenden berühren wollte, sagte der
Herr: "Warte...schick sie noch nicht los. Du wirst jetzt noch nicht verstehen
warum, aber später." Als also die Nachricht schließlich am Tag, nachdem unser
Auto gestohlen wurde, herausging, war ich (Arni) der erste Anrufer! Alles hat
perfekt funktioniert und wir werden den Transfer nächste Woche abschließen.
Bevor es geschah, hatte Gott schon die Antwort vorbereitet. Preis sei Gott!
Bitte betet weiterhin für die vollständige Wiederherstellung all dessen, was
gestohlen wurde ... besonders für den Kleinbus. Bis jetzt sind wir seit dem
Diebstahl im letzten November noch ohne ausgekommen, aber da jetzt wieder
Gruppen zum Zentrum kommen, werden dieser Mangel und diese Not immer stärker
offensichtlich und bedrückend.
Deutsche Jugendliche in
Nes Harim
Letzte Woche haben wir für sechs Tage eine Gruppe von siebzehn überwiegend
jungen Leuten aus verschiedenen Gemeinden in Deutschland beherbergt. Es gab
Zeiten von gemeinsamer Anbetung, Lehre, persönlichen Zeugnissen am Lagerfeuer,
Zeit alleine mit dem Herrn, kochen, essen und einfach Gemeinschaft miteinander.
Die meisten erlebten die Zeit als tief, bewegend und herausfordernd. Sie
liebten es einfach, hier in den Bergen zu sein. Es scheint, dass jeder es
leichter findet, mit dem Herrn Verbindung aufzunehmen außerhalb der Intensität
des Stadtlebens. Jede Person hatte auf eine Weise eine lebensverändernde
Begegnung mit dem Herrn. Das junge deutsche Ehepaar, Philip und Amy Wilson,
leistete eine wunderbare Vorarbeit, indem sie Raum für den Heiligen Geist
schufen und gleichzeitig sich sehr um die individuellen Nöte der einzelnen
Teilnehmer kümmerten. Bitte bringt sie vor Gott im Gebet. Wir (und sie) glauben,
dass sie vom Herrn berufen sind, junge Deutsche in eine Beziehung zu Israel
hineinzuführen. Wir spürten gemeinsam, dass dies nur das erste von vielen
Treffen war, das in naher Zukunft stattfinden wird. Es ist ein besonderer
Augenblick, wenn ein lang gehegter Traum oder eine Vision beginnen, sich zu
manifestieren. Klickt hier
<http://www.emmausway.org/Philipgroup07.htm> , wenn Ihr Bilder vom Treffen
im Zentrum sehen möchtet, und hier
<http://www.emmausway.org/gerweb/EW%20German/Audio%20Botschaften.htm> , um
die Lehre anzuhören.
Ihr Lieben, Gott hat Seine Wege, Pläne und Strategien. Bis vor drei Jahren
hatten wir keine besondere Berufung oder Vision für eine Verbindung mit
Deutschland. Angesichts der Vergangenheit gibt es ganz offensichtlich eine gemeinsame
Basis für eine Beziehung. Da wir wussten, dass es bereits eine größere Anzahl
von jüdischen Gläubigen gibt, die mit dem Leib in Deutschland schon seit einigen
Jahren in Verbindung stehen, hatten wir nicht den Eindruck, dass wir auch dieses
Gebiet des Dienstes betreten müssten. Was jedoch die Verbindung zwischen den
Jugendlichen anbetrifft, da gab es vor einigen Jahren, als der Herr
diesbezüglich zu uns sprach, praktisch keinen israelischen Dienst, der auf
diesem Gebiet so stark engagiert war. Wir können uns vorstellen, dass es für
viele unserer nicht-deutschen Freunde und Unterstützer vielleicht schwierig ist,
unser Engagement in Deutschland zu verstehen. Manchmal fordert uns der Geist
heraus, aus dem, womit wir vielleicht persönlich beschäftigt sind,
hervorzukommen, um das Gesamtbild Seines Wirkens an den Nationen durch die
Jahrhunderte hindurch zu sehen und uns hinter das zu stellen, was Gott im Moment
tut. Gemäß Shauls (Paulus') Lehre in Römer 11, wurde den Nationen das Evangelium
anvertraut, um Israel eifersüchtig zu machen und sie so zu Jeshua zu führen. Wir
haben es immer wieder beobachtet, dass die Deutschen einen speziellen Zugang zu
den Herzen der Israelis haben; und wir wissen auch und haben es wiederholt
erfahren, dass der Feind dieses Werk und die Beziehung zwischen Deutschland und
Israel erbittert bekämpft. Eure Gebete für uns und Eure Unterstützung auf
diesem Gebiet können wirklich etwas bewirken und ausschlaggebend sein.
Wir gehen auf die Straße
1974, ein Jahr nach unserer Wiedergeburt, sprach der Heilige Geist zu mir, dass
ich mit meiner Gitarre auf die Straßen gehen solle mit einer Botschaft für die
geistlich Hungrigen. Bei unserer Aussendung nach Israel, prophezeite unser
früherer Pastor David Wilkerson, dass wir gesendet würden, um die Jugend auf den
Straßen mit Musik und Theater/Drama zu erreichen. Einige von Euch wissen, dass
wir bald, nachdem wir 1992 nach Israel umgezogen waren, zusammen mit unseren
Freunden Ari und Shira Sorko-Ram und Richard Ayal Friedan eine ziemlich
aufwendige Musik- und Theatervorführung produzierten, die wir in den Straßen von
Tel Aviv und am Strand von Haifa zeigten. Damals war das ein bahnbrechendes
Unterfangen, das erfolgreich die Herzen der Menschen erreichte. Zu unserem
Erstaunen rief uns der Herr kurze Zeit später wieder heraus und dazu, dass wir
uns darauf konzentrieren, Ihm zu dienen und den Weg dafür zu bereiten, zu einem
späteren Zeitpunkt wieder auf die Straße zu gehen.
Jetzt möchte ich ein wenig über meinen (Arnis) Hintergrund berichten. Trotz
meiner Berufung, mit meiner Gitarre auf die Straße zu gehen, habe ich bisher
nicht den Mut gehabt, ohne Begleitung von anderen Gläubigen hinauszugehen. Der
Heilige Geist hatte mir schon vor etwa zwölf Jahren gesagt, dass ich nichts
anderes bräuchte als meine Gitarre und Ihn. Ja, ich hatte es gehört und bekannt,
aber ich konnte es mir einfach nicht vorstellen. Ich habe für ein Feuer gebetet,
ähnlich dem Feuer, das das Obergemach an Shavout traf, das es ihnen unmöglich
machte, nicht hinauszugehen. Der Widerstand hier ist so groß. Nur solch
ein übernatürlicher Antrieb wäre ausreichend, um meiner Seele den Glauben zu
geben, dass der Moment und die Aussendung wirklich im Plan Gottes sind. Dreizehn
Jahre lang habe ich gewartet und mich vorbereitet.
Wir spürten seit etwa sechs Monaten, wie das Wasser steigt. Und dann spürten wir
diese Woche, während einer unserer normalen Anbetungs/Gebetszeiten am Morgen,
die Führung des Herrn ganz stark. Es war ein ganz gewöhnlicher Augenblick.
Michael spielte die Gitarre und der Herr entschied sich, wie so oft, wenn
Michael seine prophetische Musikergabe freisetzt, uns Seine Gegenwart zu
offenbaren. Unser Geist erhob sich mit Versen, Gebet, Proklamationen, Rufen,
Weinen und Stöhnen. Während wir Ihm dienten und Ihm erlaubten, uns zu lenken,
blieb Er bei uns in unserer Mitte. Und dann sahen wir es ... dass wir auf die
Straßen gehen, um genauso einen Platz für das Kommen des Herrn zu bereiten. Er
wollte weniger, dass wir einen Einsatz haben oder evangelisieren, ein Programm
präsentieren, Bücher verteilen oder eine Botschaft predigen. Wir sahen uns, wie
wir in einer Ecke sitzen, irgendwo am Weg, wo Leute vorbeigehen, auf einer
Bambusmatte mit Kissen, Kerzen, Gitarren, Flöten, Trommeln und der Bibel, und
dass wir dort genauso sind, wie wir dort im Anbetungsraum an diesem Morgen waren.
Es ist so, als warte Er darauf, dass wir für Ihn den Weg bereiten und Ihn
einfach Sich Selbst sein lassen. Wir konnten das Verlangen in Seinem Herzen
spüren, auf der Straße bei Seinem Volk zu sein ... mit den Verlorenen und der
suchenden Jugend Israels.
Ich (Arni) kann Euch gar nicht sagen, wie sehr mein Herz hüpft! Die Vision ist
klar, schön, einfach, demütig und klein. Er möchte, dass wir verwundbar sind und
nichts haben, das uns als Bühne oder Unterstützung dienen könnte, damit Er alles
in allem sein kann. Ich sehe Ihn, wie Er auf dem Zions-Platz im Herzen von
Jerusalem tanzt. Diesen Samstagabend werden Yonit und ich gemeinsam mit zwei
jungen Leitern der nationalen Vereinigung gläubiger Studenten ins Zentrum von
Jerusalem gehen, um dort zu beten und den Boden vorzubereiten.
Betet bitte.
Der Herr segne Euch von Zion aus!
Im Dienst für Euch ...
zur Ehre Seines
Namens,
Arni und Yonit
Während wir
auf dieser Erde sind, lasst uns in das, was zeitlich und vergänglich ist,
investieren,
damit wir im Königreich des Himmels eine ewige Belohnung ernten mögen
Nähere Informationen, wie man am persönlichen "Gebetsschild" teilnehmen kann,
gibt es hier
<http://www.emmausway.org/PrayerShield.htm> .
Die gegenwärtigen finanziellen Nöte von Emmaus Way findet Ihr hier
<http://www.emmausway.org/gerweb/EW%20German/Bedarf.htm> .
Für Spendeninformationen, bitte hier
<http://www.emmausway.org/gerweb/EW%20German/F%20Policy.htm> klicken.
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