18.
Dezember 2007
9. Tevet 5768
Liebe Freunde und
Beter,
in diesem Brief:
- Der perfekte Rückblick
- Die Nationen rufen
- Eine sich entfaltende Strategie in Deutschland
- Ein Raum für Fürbitte
- Den Segen bekanntmachen
- Nachdenken und planen
- Persönliche Anmerkungen
- Im Licht von Annapolis
Ich hatte den Wunsch, diese Sonnenumkreisung mit einem Bericht über die
erdbebenartigen Ereignisse des vergangenen Jahres abzuschließen, die, was unser
Leben anbetrifft, ihresgleichen suchen. Schon seit zwei Wochen versuche ich mich
daran, dieses vergangene Jahr in Worte zu fassen. Ich habe aufgegeben. Deshalb
werden wir einfach darüber sprechen, wo wir uns befinden und was wir nun
ansteuern.
6/6 Rückblick
(Anm. des Übers: 6/6 bezieht sich auf die volle Sehschärfe)
1990 zeigte der Herr mir (Arni) das Verlangen Seines Herzens nach Anbetern und
Fürbittern, die aus den Nationen kommen und das Land mit Seinem Lobpreis als
Vorbereitung auf die Wiederkehr Jeshuas erfüllen. Sieben Jahre später – nach
unserer Einwanderung in Israel und einer Zeit der Eingewöhnung, in der wir
Verbindungen knüpften – setzte der Herr uns auf Kurs, um die Vision, die Er in
unseren Geist gepflanzt hatte, zu erfüllen. Erwähnenswert ist, dass wir vor zehn
Jahren dachten, wir seien bereit, als in Wirklichkeit die Trainingszeit gerade
erst anfing. Im Nachhinein können wir sehen, dass die Zeit noch nicht reif war.
Wir waren nicht vorbereitet und die Vision musste auch noch etwas "veredelt"
werden. Manchmal gehen die Wege des Herrn ein wenig über unser Begreifen hinaus
(leichte Untertreibung!). Wo wir heute sind, das ist vielleicht nicht der Platz,
von dem wir vor zehn Jahren annahmen, dass wir schon dort sind, oder auch nicht
der, von dem wir denken, dass wir ihn heute erreicht haben, aber wir sind
sicherlich schon näher "dran" - wo auch immer der Ort ist, auf den wir zusteuern!
Die Nationen rufen
Als wir die Räumlichkeiten in Tel Aviv verwalteten, bestand der Hauptteil
unserer Aktivitäten darin, regelmäßig dem Herrn zu dienen und als Team Fürbitte
zu tun, obwohl wir erkannten, dass der Heilige Geist die Nationen aufrief zu
kommen. Anstatt uns darauf zu konzentrieren, selbst anzubeten, setzen wir heute
unsere Energie mehr dafür ein, Gläubige aus den Nationen zu versammeln und
mitzuhelfen, Ihre Anbetung und Fürbitte im Land freizusetzen. Wenn wir
reisen, ist die Botschaft, die wir bringen, die, sich darum zu kümmern, was Gott
bewegt, und Seine Sicht von Israel zu empfangen; und wir ermutigen die Nationen
aufzustehen und ihren Platz einzunehmen im Kampf um Gottes Erbteil – der
Errettung des Volkes Israel.
Die andere Seite der Münze ist für uns der Bedarf an Gebet und Fürbitte, um die
den Verstand verblendende, geistliche Dunkelheit über Israel zu durchbrechen. Im
Geist sehen wir eine weltweite Armee von Jugendlichen, die für ihre israelischen
"Pendants" beten, damit sie den Messias erkennen und unsere nationale Berufung
ergreifen, ein Licht für die Nationen zu sein. Im Oktober, bei einer
Missionskonferenz in Deutschland, empfing ich den Eindruck vom Geist, dass sich
der Großteil dieser Gebetsarmee in der Dritten Welt befindet. Wir beten dafür,
dass der Herr uns die richtigen Türen nach Afrika, Indien, Nepal und China
öffnet. Von Januar bis einschließlich Mai werden wir jeden Monat in Deutschland
und in der Schweiz dienen. Wir haben den Eindruck, dass wir in Afrika irgendwann
zwischen Mai und Juli sein werden. Dort gibt es Millionen, die den Herrn lieben
und ein Herz für Israel haben. Wir möchten ihnen gerne ganz spezifische,
strategische Einsichten bringen, um ihre Gebete noch effektiver zu machen.
Eine sich
entfaltende Strategie in Deutschland
Wie Ihr wisst, hat Gott in den letzten fünf Jahren unser Augenmerk auf
Deutschland gerichtet. In den letzten Monaten hat der Herr unsere Verbindungen
im Gebiet von Sachsen vertieft und erweitert. Diese Region hat einen wichtigen
Part in der Weltgeschichte gespielt. Sachsen brachte die Herrnhuter Erweckung
und die daraus folgende Explosion in der Weltmission hervor, die pietistische
Bewegung und die Reformation. Wir werden nächsten Monat dort sein, uns mit
verschiedenen Leitern treffen und den Herrn suchen, um die nächsten Schritte zur
Freisetzung der Vision bezüglich der Jugend in Deutschland und Israel
herauszufinden. Wir glauben, dass dies ein Teilstück im sich entfaltenden Plan
Gottes ist, welches viele andere beeinflussen wird. Wenn eine ganze Region in
Brand gesetzt werden kann, wie leicht wird sich das dann in der restlichen
Nation und in ganz Europa ausbreiten?
Wir haben einen großen Gott. Nichts ist zu schwer für Ihn. Wir beten und glauben
dafür, dass jede Gemeinde/Kirche, die Gottes Liebe zu Israel hat, ein Team
einmal im Jahr aussenden wird, um dem Herrn im Land zu dienen. Die Schrift
ist voll mit Verfügungen und Segensverheißungen für diejenigen, die auf diese
Weise den geringsten dieser Seiner Brüder dienen. Lasst eine spezielle Opferbox
in den Kirchen aufstellen, damit alle Leute innerhalb eines Jahres die
Möglichkeit haben, an dieser Mission teilzunehmen. Natürlich beschränkt sich
diese Vision nicht auf Deutschland. Aber Deutschlands historisches Verhältnis zu
den Kindern Israel hinterlässt eine natürliche "Öffnung", von der aus man dies
in Gang setzen kann. Wenn die Gemeinde weltweit auch nur diesen Aspekt Seiner
Wege begreifen würde, so wie es in 1. Mose 12 und Römer 11 geschrieben steht,
dann würde Israel über Nacht mit Anbetung und Fürbitte überflutet werden und
Erweckung käme zu den Nationen. Könnt Ihr mit uns im Glauben stehen dafür, dass
dieser Tag kommt?
Ein Raum für
Fürbitte
Vor einigen Monaten schrieben wir von einem Plan, ein Aufnahmestudio in
Partnerschaft mit dem Jerusalemer 24/7 Anbetungsdienst, Succat Hallel, zu
errichten. Einige Monate lang sah es so aus, als würde das Projekt von der
Notwendigkeit Finanzen aufzutreiben aufgehalten. Vor kurzem wurde es in einem
Gespräch mit Rick Ridings, dem Leiter von Succat Hallel, der auch im Vorstand
von Emmaus Way ist, klar, dass einige Elemente unserer jeweiligen Bedürfnisse,
die wir zuvor nicht gesehen hatten, ans Licht gekommen waren. Aus ihrer Sicht
war es wegen neuer Verantwortungsbereiche nicht länger praktisch, ein Studio 30
Minuten außerhalb von Jerusalem zu haben. Von unserer Seite aus gesehen, wurde
es klar, dass wir einen Extra-Raum für Gebet zusätzlich zu unserem
Anbetungstabernakel benötigen, da immer mehr und auch verschiedene Gruppen
kommen, um anzubeten und Fürbitte zu tun. Wie gesegnet und erleichtert waren wir,
als wir herausfanden, dass die Abänderung des Planes, die jeder für sich gespürt
hatte, wirklich vom Herrn war. Dieses fehlende Puzzlestück war viel wichtiger,
als es uns bewusst gewesen war. Oh, wie dringend brauchten wir eine "Gebetshöhle"!
Nun, da sie fertig gestellt ist, spüren wir, dass das Center bereit und in der
Lage ist, die Bedürfnisse der Menschen, die Gott zu uns senden wird, auszufüllen.
Den Segen
bekanntmachen
Bis jetzt haben wir uns nicht wirklich danach ausgestreckt, die Existenz unseres
Centers bekannt zu geben. Aber nun hat der Heilige Geist uns kürzlich den
Eindruck gegeben, die vielen Fürbitter und Anbeter, die nach Israel kommen,
wissen zu lassen, dass es einen Schatz gibt, den Er in den Hügeln von Judäa
vorbereitet hat. Deshalb haben wir einen neuen Link auf unserer Webseite
eingefügt mit speziellen Infos über das Emmaus Way Center. Wir laden Euch ein,
Euch das anzuschauen. Klickt
hier , um auf diese Seite zu gelangen. Würde es Euch etwas ausmachen,
diesen Link auf unsere Webseite weiterzugeben, wenn Ihr hört, dass Freunde nach
Israel kommen, um anzubeten, zu beten und den Herrn zu suchen? Wenn man nach den
Reaktionen der Gruppen, die wir beherbergt haben, geht, dann kommen die Leute,
wenn sie einmal das Gute hier "geschmeckt" haben, immer wieder. Es ist wirklich
das Wirken des Herrn. Er suchte den Ort aus und gab uns die Räumlichkeiten ...
wir sind nur die Türhüter.
Nachdenken und
planen
Obwohl unser Leben in die Ewigkeit hineingesät wird und Gott, unsere Quelle,
außerhalb der Zeit steht, hat das zyklische Umkreisen der Sonne doch einige
Bedeutung für uns Erdenbürger. Es scheint, wir haben dennoch wenig zu sagen über
2007. Es war eine sehr komplexe Zeit des inneren Wachstums, der Erweiterung der
Vision und des Dienstes vor dem Hintergrund äußerer Anfechtungen und dem sich
anhäufenden Verlust zeitlicher Dinge. Wie wir im letzten Abschnitt über die
Entwicklung des Centers mitgeteilt haben, erwarten wir, dass es ein wenig dauern
wird, bis der Andrang größer wird und dies uns so bei der Deckung unserer
laufenden Kosten helfen kann. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf würden wir Euch
gerne bitten, über zwei Dinge zu beten: Könnt Ihr uns helfen, einen dringend
benötigten Kleinbus zu kaufen und würdet Ihr darüber nachdenken, ob Ihr uns im
kommenden Jahr finanziell zur Seite stehen könntet?
Persönliche
Anmerkungen
Es ist uns bewusst, dass dieser Brief ziemlich lang ist und dass wir alle mit
Post überflutet werden in dieser Zeit am Ende des Jahres, aber wir haben zwei
sehr wichtige persönliche Gebetsanliegen und bitten Euch, nachsichtig mit uns zu
sein.
Das erste ist, dass Arnis 88-jährige Mutter Beatrice ins Krankenhaus nach New
York City mit schwerer beidseitiger Lungenentzündung gebracht wurde und auf der
Intensivstation künstlich beatmet wird. Sie haben versucht, sie von der Maschine
abzusetzen, aber sie ist nicht stark genug, um selbst zu atmen. Bis jetzt hat
sie unseres Wissens ihr Herz noch nicht dem Herrn gegeben. Betet bitte, so wie
der Geist Euch leitet.
Zweitens werden wir vom 23. – 30. Dezember wegfahren, um eine Zeit intensiven
Schreibens/Redigierens fern vom Druck der täglichen Verantwortung hier im Center
zu haben. Arni arbeitet an einem Buch, das die Menschen aufruft, sich der Vision
für eine weltweite Gebetsarmee zur Errettung Israels, mit einem Schwerpunkt auf
der Jugend, anzuschließen. Wir schätzen Eure Gebete für diese Zeit so sehr,
damit sie wirklich fruchtbar und ungestört wird.
Im Licht von
Annapolis
Was sollen wir über Annapolis denken? Einerseits möchte ich es einfach als einen
weiteren vorübergehenden Signalpunkt auf dem Radarschirm bezeichnen. Aber wir
wissen, dass die Mächte der Finsternis sich für die bald kommenden Szenarien
positionieren, wo wenige sich weiterhin nur als Komparsen empfinden werden. Dann
werden wir alle den Umbruch fühlen. Das Schiff bewegt sich, das ist deutlich,
und Gott hat alles voll und ganz unter Kontrolle. Wir können sagen, dass
anscheinend all das Reden wenig Veränderung bringt. Sind diese Gipfel sinnlos?
Betrachtet es einmal aus folgender Sicht: Es gibt keine natürliche, friedliche,
vernünftige, durchführbare Lösung. Hier sind noch ein paar Gedanken, die man der
Gleichung hinzufügen kann.
- Egal, was passiert, Gott reagiert immer entsprechend auf jeden, der Sein
Erbteil mit Verachtung behandelt.
- Bezüglich des Planes, Israelis aus Judäa und Samaria zu entfernen und
Jerusalem zu teilen, ... in der Geschichte haben wir schon zwei nationale Exile
und die Zerstörung zweier Tempel durchgemacht. Es war höchstwahrscheinlich für
die Menschen zu jener Zeit sehr schwer, in dem allen die Hand des Herrn zu sehen.
- Seitdem wir den die Augen öffnenden Apfel gegessen haben, sind wir dazu
gezwungen, alle Dinge entweder als gut oder als schlecht zu bezeichnen, ohne den
Vorteil zu haben, das Gesamtbild sehen zu können. Gottes Wege sind wirklich
anders als unsere.
- Nur durch den Geist können wir, wenn wir mit Gott in unseren Herzen
kommunizieren, erkennen, so wie Gott erkennt, und sehen, so wie Er sieht.
Deshalb lasst uns danach streben, den Herrn zu erkennen, und nicht zögern, Ihm
aufzutun, wenn Er klopft.
* *
*
Wir wünschen Euch Freude die Fülle in den kommenden Festtagen und ergreifen die
Gelegenheit, Euch ganz, ganz herzlich für all Eure Liebe und Unterstützung zu
danken, die Ihr uns im vergangenen Jahr habt zukommen lassen. Wir hätten diesen
Weg nicht alleine gehen können.
Der Herr segne Euch von Zion aus!
Im Dienst für Euch ...
zur Ehre Seines
Namens,
Arni und Yonit
Nähere Informationen, wie man am persönlichen "Gebetsschild" teilnehmen kann,
gibt es hier
<http://www.emmausway.org/gerweb/EW%20German/prayershield.htm> .
Die gegenwärtigen finanziellen Nöte von Emmaus Way findet Ihr hier
<http://www.emmausway.org/gerweb/EW%20German/Bedarf.htm> .
Für Spendeninformationen, bitte hier
<http://www.emmausway.org/gerweb/EW%20German/F%20Policy.htm> klicken.
Der Dienst von
Emmaus Way finanziert sich ausschließlich aus dem Glauben und ist daher auf die
Unterstützung durch das Volk Gottes angewiesen.