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Liebe Freunde und Beter,
am Abend des Yom Kippur, als ganz Israel in nationaler Stille saß und viele ernsthaft den Zustand ihrer Seele betrachteten, dachten Yonit und ich über die Ereignisse der vergangenen Woche nach. Von all den Zeiten persönlicher Erschütterungen, Läuterungen und Handlungen des Herrn während der dreiunddreißig Jahre meines Lebens als wiedergeborener Gläubiger, befinden sich diese letzten Tage ganz oben auf dem Stapel. Es war während der "Tage der Ehrfurcht" - der Zeit zwischen dem Weckruf und der Warnung des Festes der Trompeten und dem Versöhnungstag, der die Angelegenheiten unseres ewigen Schicksals vorausahnen lässt - wo meine Seele zum äußersten getrieben wurde, was meine Leidensfähigkeit anbetrifft. Jeder irdische Anker, außer meiner persönlichen Gesundheit, war weggenommen worden. Ich lernte erneut, was es bedeutet, meine Augen auf den Herrn zu richten und mich an den Fels der Errettung zu klammern.
Jetzt, wo die Wellen immer noch um mich schlagen, lernt meine Seele weiterhin, was es bedeutet, im Geist zu sein. Die natürlichen Umstände anzuschauen und meinen Emotionen Zugang zu sehr realen Aussichten und Möglichkeiten zu geben, bedeutet, in einem Augenblick in Depression und Verzweiflung zu versinken. Wo ist meine Hoffnung? Wo ist meine Stärke? Wo ist mein Leben? Wo ist meine Sicherheit? Ist sie in Gott? Der Ausgang ... mein Zeugnis ... ist, dass es damals Gnade gab. Es gibt Gnade, immer noch. Hallelujah! Gott ist genug. Soll ich Dir das auch wünschen? Besser jetzt als später. Ihr Lieben, das ist eine prinzipielle Angelegenheit. Niemals zuvor habe ich stärker sehen können, wie stark die Auswirkungen sind, wenn man nur für einen Augenblick seine Augen von ewigen Dingen weg auf unsere zeitliche Existenz richtet. Vision oder Dunkelheit, Stärke oder Lähmung und Hoffnung oder Verzweiflung sind nur eine Haaresbreite voneinander entfernt. Mein Zustand war und ist total abhängig davon, was ich entscheide zu betrachten, zu glauben und in meine Gedanken eindringen zu lassen.
Während unseres ersten Dezembers in Israel, als wir für eine halbe Stunde Pause von unserem quälenden täglichen fünfstündigen Hebräisch-Unterricht hatten, wunderte ich mich über die Wärme der Dezemberluft. Am folgenden Tag, zur selben Stunde, saß ich am selben Ort und fühlte, wie kühl die Luft war. Ich dachte: "Das ist wirklich interessant, die Beziehung zwischen der Sonne und der Erde hat sich nicht geändert." Was macht den Unterschied? Es waren die Winde ... die Luftaufwirbelungen. Genauso ist es mit unserem Leben. Die Liebe Gottes scheint für immer und ewig auf uns, aber die tägliche Erfahrung unserer Seele wird so stark bestimmt von den Winden des Königreiches des Fürsten der Lüfte. Der Heilige Geist trainiert uns, damit wir diesen Dingen, die heute da sind, aber niemals mehr sein werden, nicht mehr als einen flüchtigen Blick zuwerfen.
Diejenigen von Euch, die schon eine Weile mit uns gehen, wissen, dass wir in den letzten Jahren mit den Finanzen zu kämpfen hatten, die wir brauchen, um zu existieren und in unserer Gottgegebenen Berufung zu wandeln. Immer wieder haben wir gebetet, gefastet, Kriegsführung gemacht, angebetet und auf die Manifestation der Versorgung gewartet, die bereit steht für das, was Gott initiiert. Immer und immer wieder haben wir unseren Wandel genau unter die Lupe genommen in der Hoffnung, einen Punkt zu finden, wo wir vielleicht den richtigen Weg verlassen haben. Wenn wir diesen Punkt gefunden hätten, hätte uns das sicher viel Erleichterung verschafft. Aber zu unserem Leidwesen kamen wir immer wieder zu dem Ergebnis, dass wir wirklich auf dem richtigen Weg waren. Warum zu unserem Leidwesen? Weil wir ständig ohne Erklärung waren für einen Zustand, der einfach nicht mit den Wegen Gottes zusammenzupassen schien.
Vor einigen Monaten, als das Feuer der Reinigung und der Trübsal in unserer Mitte noch stärker zunahm, wurde uns bewusst, dass wir eine ernsthafte Störung unserer Beziehungen innerhalb des Teams hatten. Es war etwas, was eine Weile lang unbemerkt angewachsen war. Vielleicht hätten wir es schon eher bemerken können und sollen, aber das taten wir nicht. Die Wurzel des Problems war in mir (Arni). Damit ich Euch nicht meine ganze Lebensgeschichte erzählen muss, hier die Kurzversion: Die Bürde der finanziellen Belastungen, die ganz natürlich mit meiner Position verbunden ist, beeinflusste die Art und Weise wie ich mit der Welt um mich herum umging ... mit dem Team. Genauer gesagt, brachte der Druck etwas vom alten Menschen zum Vorschein, das noch viel zu lebendig in meiner Seele war. Es war eine Krise, die Emmaus Way, so wie es im Moment besteht, beenden hätte können. Am Ende gewann Gott ... und wir auch.
Nach unserem Verständnis von geistlichen Prinzipien ist es so, dass wenn die Kanäle zwischen uns als Einzelpersonen nicht den Fluss des Lebens Gottes und Seiner Liebe durchlassen, sondern eher das Gegenteil, dann hat der Fürst der Finsternis das Recht, genauso den Fluss der Liebe Gottes und seiner Versorgung für den Dienst als Ganzes zu verhindern. Wir fragten uns, ob wir endlich den Grund für die Blockade gefunden hatten.
Ungefähr zur selben Zeit gab es noch eine andere Angelegenheit, die uns aufmerken ließ. Anfang 2005 kamen wir zu einem Punkt, wo wir es uns nicht länger leisten konnten, die Miete für unsere Diensträumlichkeiten im Esther Haus in Tel Aviv zu bezahlen. Die Pläne des Herrn waren nicht klar ... weder uns noch unserem schweizerischen Gönner/Vermieter. Er dachte, wir sollten ein bisschen warten und sehen, was der Herr tut. Wir hatten immer noch den Glauben, dass Gott irgendetwas tun würde, weil Er bisher kein Wort davon gesagt hatte, dass wir wegziehen sollten.
Nachdem wir zweieinhalb Monate ohne irgendeine Veränderung zu sehen abgewartet hatten, waren wir alle genötigt, die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, dass eine wunderbare Phase sich dem Ende neigte. (Wir möchten hinzufügen, dass am Schluss der Herr zu jedem einzelnen von uns in derselben Anbetungswache sprach und sagte, dass unsere Zeit in Tel Aviv erfüllt sei). So wie sich alles entwickelte hatte, hatten wir jedoch Schulden, die etwa drei Monatsmieten entsprachen. Nach Prüfung verschiedener Faktoren kam jedoch die Frage auf, ob man nicht Emmaus Way mehr schuldete als wir anderen schuldeten. Deshalb beschlossen wir zu warten und die Schuldentilgung noch nicht anzugehen, bis die Frage geklärt war. Als es klar wurde, dass es keine Schulden gegenüber uns gab, hielten wir und unser Beratergremium es für richtig vor dem Herrn, unsere Schulden genauso zu behandeln wie das Zehntengeben, obwohl wir finanziell immer noch hinkten. Wir würden von unseren Erstlingsfrüchten die Schulden bezahlen und dem Herrn vertrauen. Die Besitzer nahmen unser Angebot, monatlich 10% von unseren monatlichen Einkünften zu bezahlen, gnädig an. Jetzt kommt der Grund, warum wir Euch dies alles erzählt haben.
Von dem Moment an, als wir vor vier Monaten unsere Beziehungsangelegenheiten geregelt hatten und mit der Abzahlung der Schulden begannen, stiegen unsere monatlichen Spendeneinnahmen sofort und wir konnten unsere streng kalkulierten Ausgaben komfortabel begleichen, zum ersten Mal überhaupt. Das Zeugnis von der Treue Gottes gegenüber Seinem Wort und Seinen Wegen, was die Finanzen anbetrifft, stimmt absolut überein mit dem, was wir über unsere persönlichen Beziehungen erzählt haben. Es gibt keine Möglichkeit für Kompromisse. Es gibt keine Möglichkeit für Weltlichkeit. Es gibt keine Möglichkeit für gestörte Beziehungen. Es gibt keine Möglichkeit dafür, Gott etwas vorzuenthalten, sonst dringt der Fürst dieser Welt ein. Lasst uns nicht wie die törichten Jungfrauen sein, die die Zeichen der Zeit nicht wahrnahmen. Wenn wir danach trachten, unser Leben zu retten, werden wir es verlieren. Die Gnade Gottes und Seine Versorgung stehen allen frei zur Verfügung, die zuerst Sein Königreich und Seine Gerechtigkeit suchen. Wollen wir unser Leben oder Seins? Für wen leben wir wirklich?
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Während der Tage der Ehrfurcht, als wir die Möglichkeit in Betracht zogen, dass der Tabernakel nicht weiter bestehen könnte, kam eine starke Traurigkeit besonders auf Yonit. Dabei ging es nicht um den Verlust dessen, was dort geschieht, sondern um den Verlust der einzigartigen Möglichkeit, unsere Liebe auszuschütten und sie für den Herrn zu verschwenden ... es ging um den Ort selbst. Der Tabernakel ist eine Alabasterflasche, die täglich aufs Neue zerbrochen wird. Für mich persönlich (Arni), ist das Aufrechterhalten eines Dienstes wie dem unserigen nicht das, was ich mir als Aufgabe aussuchen würde. Die Freude, mit lieben Geschwistern Gemeinschaft zu haben, wird oft durch die Bürde der ständigen administrativen und finanziellen Herausforderungen in den Schatten gestellt. Aber solange Er es möchte, solange Er sich daran freut, dieses kleine Versteck in den Hügeln Judäas zu haben, werden wir alles Notwendige tun, um es für Ihn zu bewahren. Oftmals, wenn ich den Satz höre, "es ist alles für Ihn", fällt es mir schwer, wirklich zu begreifen, wie diese Aussage umgesetzt werden soll. Aber in dieser Angelegenheit, was den Tabernakel anbetrifft, da weiß ich genau, was dieser Satz bedeutet. Was wir tun, ist alles für Ihn.
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Wir möchten Gott alle Ehre geben für die Unterstützung, die Er für uns in den letzten Monaten aufgerichtet hat. Wir sind wirklich überwältigt von den Reaktionen auf unseren Aufruf, für uns im Gebet einzustehen. Es scheint, dass ein neuer Tag angebrochen ist. Preis dem Herrn!
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Falls Ihr darüber nachdenkt, an unserer nächsten Anbetungsschule vom 3. bis 14. November teilzunehmen, wendet Euch bitte an Terry unter terry@emmausway.org. Für weitere Infos zur Schule, schaut bitte auf unserer Webseite www.emmausway.org nach.
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Zum Schluss haben wir noch ein persönliches Gebetsanliegen. Bei unserer lieben Freundin und Partnerin Qaumaniq ist ein Tumor in der Nebenniere gefunden worden. Wegen anderer gesundheitlicher Probleme ist sogar die einfachste Operation lebensbedrohlich für sie. Viele von Euch kennen sie und Suuqiina und ihre ganz spezielle Gabe für den Leib des Messias. Bitte schließt Euch uns im Gebet an, dass dieser Tumor übernatürlich entfernt und ihre Gesundheit komplett wiederhergestellt wird.
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Wenn Ihr Euch für den Gebetsschild angemeldet, aber noch keinen Brief empfangen habt, meldet Euch bitte bei uns, da wir letzte Woche einen verschickt hatten.
Der Herr segne Euch aus Zion!
Im Dienst für Euch ... zur Ehre Seines Namens,
Arni und Yonit |