20. Juli 2006
24. Tammuz 5766
Liebe Freunde und Beter,
Die gegenwärtige Krise begann eigentlich am Abend des 17. Tammuz, als vor
zweitausend Jahren die Mauern um Jerusalem von der römischen Armee durchbrochen
wurden. Das führte drei Wochen später, am 9. Av, zur Zerstörung des Tempels. Wir
denken, dass die meisten von Euch schon wissen, dass wir in der Vergangenheit in
den Tagen, in denen wir uns jetzt gerade befinden, in dieser dreiwöchigen
Kalenderperiode, die "bein hameitzanim" oder "schlimme Notlage" genannt wird,
schon wiederholt Schwierigkeiten im Haus Israel erlebt haben. Das ist kein
Zufall. Da Gott über Israel regiert, ist alles, was uns als Volk geschieht, vom
Vater im Himmel vorherbestimmt, damit Seine Absichten in unserem Leben zustande
kommen und Seine Natur und Herrlichkeit offenbar werden.
Als ich vor dem Herrn im Tabernakel war, machte der Heilige Geist mir bewusst,
dass wir jetzt gerade praktisch dasselbe erleben wie zur Zeit der Römer.
Unsere Mauern sind durchbrochen worden. Feindliche Raketen fallen auf unsere
Städte und Häuser. Wir glauben, dass die schützende Mauer um Jerusalem im Jahre
70 n. Chr. durchbrochen werden konnte aufgrund des Götzendienstes Israels 1500
Jahre zuvor, als Mose an eben diesem Tag im Kalender vom Berg des Herrn
hinab kam und die Kinder Israels wie Heiden vor einem goldenen Kalb tanzen sah.
Das Erstaunliche an der jetzigen Situation ist, dass geistlich und natürlich
gesehen, die beiden Ereignisse, das Durchbrechen der Mauer Jerusalems und der
Götzendienst am Sinai, gleichzeitig stattfinden. Zur gegenwärtigen militärischen
Situation kommt hinzu, dass auf unsere Einladung hin bald zehntausende
Homosexuelle anreisen und ihren verderbtem Götzendienst mit der Anbetung des
Geschöpfes anstelle des Schöpfers auf den Straßen Jerusalems feiern werden ...
wenn Gott nicht eingreift. Beides, der Same (Götzendienst) und die Frucht
(die durchbrochene Mauer) manifestieren sich gemeinsam in unseren Tagen. Dies
ist ein Rhema-Wort in einem Kairos-Augenblick. Wie immer spricht Er zu
denen, die sehende Augen, hörende Ohren und ein verständiges Herz haben. Er
spricht zu uns, dem Leib des Messias. Dies ist ein prophetischer Aufruf an uns,
dass wir aufwachen und unsere Wege überdenken müssen. Die augenblickliche
Lage im Natürlichen ist das Resultat dessen, dass wir jahrelang als Nation
unsere Augen gegenüber den Fakten auf unserem Grund und Boden verschlossen haben.
Gibt es da auch eine entsprechende geistliche Seite, die wir anschauen sollten?
Wenn es stimmt, dass der physische Zustand des natürlichen Israels ein Abbild
des geistlichen Zustands des geistlichen Israels – des Leibes des Messias – ist,
und das glauben wir, dann müssen wir als Leib den Herrn suchen. Die Ereignisse
des 17. Tammuz sind Geschichte, der 9. Av liegt aber noch vor uns. Was werden
wir unternehmen? Lasst uns bloß nicht die Stunde Seiner Heimsuchung verpassen.
Lasst uns den Herrn suchen, damit wir Barmherzigkeit und Gnade finden und so
dann auch in der Lage sind, als heilige Priester, wie Mose, unsere Hände in
Seiner Gegenwart zur Anbetung und Fürbitte in den kritischen Stunden, die vor
uns liegen, zu erheben.
"Wenn du mit Fußgängern läufst und sie dich schon ermüden, wie willst du dann
mit Pferden um die Wette laufen? Und wenn du dich nur im Land des Friedens
sicher fühlst, wie willst du es dann machen in der Flutzeit des Jordan?" (Jer.
12:5)
* * *
Mehr als
jemals zuvor brauchen und schätzen wir Eure Gebete und finanzielle Unterstützung
in dieser Zeit. Der Herr segne Euch aus Zion!
Im Dienst für Euch...
Zur Ehre Seines Namens,
Arni
und Yonit