10. Juli 2006

15. Tammuz 5766
 

 


Liebe Freunde und Beter,
 
"Am Donnerstag nahm die IDF (die israelische Armee: Anm. des Übersetzers) die Überreste von drei Siedlungen ein, die während des Abzugs im letzten Jahr evakuiert worden waren. Dabei stieß sie auf heftigen Widerstand, während sie mit dutzenden von Panzern und bewaffneten Fahrzeugen eine temporäre Sicherheitszone im nördlichen Gazastreifen errichtete, um weitere Angriffe mit Qassam-Raketen zu verhindern. Nach Berichten von Krankenhaus-Offiziellen im Gazastreifen und der IDF wurden mindestens 30 Palästinenser bei den Kämpfen am Donnerstag und Freitag getötet. Der Sprecher der palästinensischen Gesundheitsbehörde Khaled Radi sagte, er wisse nicht, wie viele Zivilisten unter den Getöteten seien. Er sagte ferner, dass es 62 Verwundete gäbe, darunter 7 Schwerverletzte und 20 Kinder.  Kolonnen von Panzern und Militärtransportern mit Infanterieeinheiten aus Golan und Givat rollten im Morgengrauen in den nördlichen Gazastreifen und eroberten die Siedlungen Nisanit, Dugit und Elei Sinai wieder zurück, nachdem Israel seine Offensive in Gaza dramatisch ausgeweitet hatte. Die Truppen begannen, sich in einer temporären Pufferzone aufzustellen, die die Palästinenser daran hindern sollte, Qassam-Raketen in den Süden Israels abzuschießen. Es war Israels größte Offensive in Gaza seit dem Rückzug vor fast einem Jahr."

Der Artikel oben erschien am letzten Freitag in der Jerusalem Post. Wir sind traurig über die Toten unter den palästinensischen Zivilisten und Kindern, genauso wie über unsere eigenen Verluste. Dies ist die schlimmste Art von Krieg. Und es ist wirklich ein Krieg. Die Terroristen haben sich in der Stadt versteckt und die Raketenabschussrampen sind in den Hinterhöfen von öffentlichen Gebäuden.
 
Es gibt starke Reaktionen und verschiedene Meinungen über das, was geschehen ist, was getan hätte werden sollen und was wir nun tun sollten. Kürzlich hat ein einheimischer messianischer Leiter einen Artikel über den Abzug veröffentlicht. Er forderte uns dazu auf, unsere Regierung zu unterstützen, und schrieb, dass sie von Gott eingesetzt  sei, die Wiederherstellung der Nation in einer schwierigen Zeit zustande zu bringen. Er stellte das Dilemma im Licht von fünf verschiedenen Alternativen dar: 1. Man könnte den Arabern von Judäa und Samaria das Bürgerrecht in Israel geben – das würde die jüdische Mehrheit gefährden. 2. Man könnte alle Siedlungen dort aufrechterhalten mithilfe einer andauernden militärischen Kontrolle über die Palästinenser. 3. Man könnte einen Krieg führen und die Araber vertreiben. 4. Man könnte die Mehrheit der jüdischen Bevölkerung entfernen und umsiedeln und einen Friedensvertrag mit der arabischen Welt aushandeln, der auf den Grenzen von 1967 beruht. Oder 5. Man könnte die eher verstreuten Siedler als unilaterale Maßnahme in einen größeren Block umsiedeln und einen Sicherheitszaun um sie herum errichten. Seine Schlussfolgerung war, dass angesichts all dieser Tatsachen unsere Regierenden mit der fünften Option die nach menschlichem Ermessen bestmöglichste Variante gewählt hätten. Einige Tage später schrieb ein anderer Bruder einen Artikel, der auf eine Weise eine Antwort auf den früheren war. Im Großen und Ganzen zeigte er auf, was das Wort Gottes sagt ... dass dies Sein Land ist.
 
Es gibt keine schmerzlose menschliche Lösung für das Problem. Ja, wir haben das Beste getan, was ein Mensch tun kann ... und wir haben es getan und dabei Gott aus den Augen verloren. Können wir sagen, dass es in Ordnung ist, weil sie (die Regierung) den Herrn nicht kennt? Das denken wir nicht. Man wird an die Geschichte erinnert, wo sich König David (in 2.Chronik 21) mit einem ähnlichen Dilemma konfrontiert sah, nachdem er eine Volkzählung durchgeführt hatte. Er hatte vier Auswahlmöglichkeiten, wie das Gericht wegen seiner Sünde ausgeführt werden konnte. Er wählte aus, sich in die Hände Gottes zu begeben. Die Strafe war dennoch hart, aber am Ende war Gnade da.
 
Nachdem ich den zweiten Artikel gelesen hatte, war ich erstaunt, wie stark ich (Arni) von den wohldurchdachten Argumenten des ersten beeinflusst worden war. Wie stark ist unsere humanistisch, griechische Ausrichtung! Dies ist nicht das erste Mal, dass Israel oder irgendjemand von uns am Abhang einer Klippe steht, von wo es kein Zurück gibt. Erinnert Euch an das rote Meer! Der Unterschied ist der, dass wir heute weder einen Mose noch eine klare prophetische Stimme haben, die die Menschen dazu ermutigt, Gott zu vertrauen, dass Er die Riesen besiegt. Nach logischen und arithmetischen Gesichtspunkten macht es keinen Sinn, all die Ressourcen und Energien einzusetzen, um an einem fragwürdigen Stück Land festzuhalten. Aber wir müssen über die Situation hinausblicken und eine andere Perspektive erlangen.
 
Worum genau geht es bei diesem Kampf? Suchen wir nach einer Lösung von Menschenhand, wenn es eigentlich um geistliche Dinge geht? Menschliche Konflikte werden durch Macht geregelt, aber geistliche werden durch Autorität entschieden. Geht es wirklich um die Größe des Landes oder die Demografie einer Nation oder um die Schwierigkeiten, eine gegebene Position zu halten? Wir erwarten nicht, dass eine Regierung, die Gott und Sein Wort nicht achtet, diese Dynamik versteht. Aber wir als Leib müssen wissen, wo wir stehen, wie wir beten und was wir in Anspruch nehmen sollen. Wir beten gemäß unserem Verständnis und wir treten in die Bresche gemäß unserer Offenbarung der Herzensanliegen Gottes. Aber was geschieht, wenn wir nicht wissen, was wir tun sollen? König Joschafat befand sich auch in solch einer Situation. Seine Reaktion lesen wir in 2. Chronik 20:12f.
 
"Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft vor dieser großen Menge, die gegen uns kommt. Wir erkennen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen gerichtet. Und ganz Juda stand vor dem HERRN mit ihren Kindern, ihren Frauen und ihren Söhnen
."

Der Ausgang wird in den Versen 21 und 22 beschrieben:
 
Und er beriet sich mit dem Volk und stellte Sänger für den HERRN auf, die Loblieder sangen in heiligem Schmuck, indem sie vor den zum Kampf Gerüsteten auszogen und sprachen: Preist den HERRN, denn seine Gnade währt ewig! Und zu der Zeit, da sie mit Jubel und Lobgesang anfingen, legte der HERR einen Hinterhalt gegen die Söhne Ammon, Moab und die vom Gebirge Seïr, die gegen Juda gekommen waren; und sie wurden geschlagen
.

Ihr Lieben, wir wissen nicht, was wir tun sollen, und der Kampf ist zu gewaltig für uns. Es ist an der Zeit, anzubeten und den Herrn zu preisen. Es gibt nichts, was stärker der menschlichen Weisheit widerspricht und effektiver gegen die Macht des Feindes wirkt. Der Kampf am Boden ist nur ein Abbild dessen, was sich im Geist ereignet. Die Wiederherstellung der Nation wird zustande gebracht werden durch die, die mit Gott wandeln und Seinen Namen anrufen, nicht durch politische oder militärische Macht.
 

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In unserem letzten KleinFax haben wir über den Herzenswunsch des Herrn berichtet, Menschen herauszurufen, die auf Ihn harren und Ihn anbeten. Wir haben den Start der Schule der Anbetung von Emmaus Way angekündigt und dass der erste Kurs vom 27. August bis zum 7. September stattfinden wird. Hier nun einige überlegenswerte Gesichtspunkte:
 
Warum sollte man zu einer Schule in Israel kommen? Israel ist der Ort, auf den der Herr Seinen Namen gelegt hat. Von hier aus geht das Wort des Herrn hinaus in die Welt (Jes. 2:3). Diejenigen, die sich dem Herrn anschließen und auf Seinen heiligen Berg (Zion) kommen, werden fröhlich in Seinem Haus des Gebets sein, und ihre Brandopfer und Schlachtopfer werden hier auf Seinem Altar Wohlgefallen finden (Jes. 56:6-8). In Seinem Land gibt es eine Zuteilung Seines Geistes und Seines Herzens, die einzigartig ist – anders als an jedem anderen Ort auf der Erde.

Warum sollte man zu einer Schule von Emmaus Way kommen?
Es gibt dort ein spezielles Feuer der Reinigung und Vorbereitung, das man hier im Land erleben kann. Das Feuer des Herrn ist in Zion und Sein Ofen ist in Jerusalem (Jes. 31:9). In den vergangenen Jahren hat er uns als Team viel über natürliche und geistliche Aspekte gelehrt, die wichtig sind, um Ihm einen Wohnort zu bereiten. Deshalb glauben wir, dass wir aufgrund unserer persönlichen Erfahrungen und der Salbung für Anbetung, die auf Israel ruht, Lehre und Zuteilung denen geben können, die in ihrem Herzen danach streben, ein Ort für die Gegenwart Gottes zu sein und/oder die einen physischen Tabernakel für Seine bleibende Gegenwart errichten möchten.
 
Warum sollte man nach Israel kommen? Der Herr sehnt sich danach, zu Seinem Land zurückzukehren. Er wartet darauf, dass Sein Volk zu Ihm ruft. In dem Maße, wie Deine Vision und Bürde für dieses Anliegen wächst und Du selbst stärker in Übereinstimmung mit Seinem Herzen und Seinen Absichten kommst, wird Deine Gegenwart und Deine Anbetung in Israel einen Effekt auf die geistliche Atmosphäre haben und tatsächlich Seine Wiederkunft beschleunigen. Also schlussendlich wirst Du auch eine Zuteilung für Israel haben.
 
Dieser Kurs heißt „Leben für Gott“ und es geht darum, einen Ort für Seine Gegenwart vorzubereiten. Die Lehre wird in Englisch sein. Wir werden uns auf folgende Themen konzentrieren: Dem Herrn dienen, Leben im Bewusstsein der Ewigkeit und Gottes Herz für Israel. An den Tagen und Abenden wird es Lehre geben und Zeit zum Reflektieren und Reagieren, Zeiten der Anbetung, wo wir dem Herrn dienen, und Zeiten des Gebets; außerdem ausgedehnte Zeiten, mit Gott allein zu sein, und auch die Gelegenheit für Gemeinschaft und praktischen Dienst untereinander und zusammen mit dem Team. Außerdem planen wir mindestens einen Tagesausflug ins Umland.  
 
Wenn Ihr interessiert seid und mehr Informationen wünscht, wendet Euch bitte an Terry Seaborg: Terry@Emmausway.org
<mailto:Terry@Emmausway.org>
 

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Zum Schluss noch etwas anderes: Einige von Euch wissen, dass die internationale Homosexuellenbewegung ein einwöchiges Treffen in Jerusalem geplant hat, das vom 5. bis 12. August stattfinden soll. Proteste kommen aus vielen Teilen der Gesellschaft. Juden, Christen und Moslems haben eine gemeinsame Linie gefunden ... nämlich die, dass dieser Event nicht stattfinden soll. Auf eine Weise begreifen die Homosexuellen, dass das, was in Jerusalem freigesetzt werden kann, in der ganzen Welt freigesetzt wird. Unser verdrehtes Verständnis von Toleranz und Meinungsfreiheit hat die Gerichtshöfe gebunden, so dass sie die Erlaubnis für die Veranstaltung geben mussten. Dennoch steht die Erlaubnis der Polizei noch aus. Wenn sie befürchten, dass ein zu großes Risiko für gewalttätige Proteste besteht, dann können sie die Veranstaltung verhindern. Es kann sein, wahrscheinlich ist es auch so, dass der physische Ausdruck von Unmoral und die offene Rebellion der Homosexuellen gegen das Wort Gottes ein Abbild des geistlichen Zustandes Israels sind. Somit wäre es auf eine Art ein gerechtes Gericht von Gott, wenn er es zuließe, dass diese Sache stattfindet. Sind wir heute auch nur einen Deut gerechter als zu den Zeiten Jeremias? Aber, zur Ehre und Verherrlichung Seines Namens haben die Leiter in Jerusalem zu einem Fasten von Montagabend bis Donnerstagabend aufgerufen, damit die Veranstaltung nicht stattfindet. Wir werden uns in Jerusalem am Mittwochabend zum Gebet treffen. Bitte schließt Euch uns an, wenn Ihr könnt.
 

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Wir sind so dankbar dafür, dass Ihr uns zur Seite steht. Der Herr segne Euch aus Zion!
 
Im Dienst für Euch...
                                               Zur Ehre Seines Namens
                                                                                                         
Arni und Yonit