16. Dezember
2006
25. Kislev 5767
Liebe Freunde und Beter,
vielen Dank Euch allen, die Ihr für unsere Reise in die USA gebetet habt. Sie
war in jeder Hinsicht gesegnet. Wir sind so dankbar dafür, dass wir das Vorrecht
genießen, gemeinsam in den bemerkenswertesten Tagen, die die Welt je gesehen
hat, zu wandeln. Wie stärkend ist es zu wissen, dass wir nicht alleine sind. Was
für eine Freude und Ehre ist es, unser Leben und unsere Perspektive Brüdern und
Schwestern auf der ganzen Welt mitzuteilen. Danke dafür, dass Ihr genug
Interesse an uns habt, um diese Worte, die von unserem Herzen kommen, zu lesen.
Wir wünschen Euch alles an Liebe, Freude und Frieden, das durch die
Fleischwerdung unseres Messias Jeshua zu uns auf die Erde gekommen ist.
Nur zwei Wochen zuvor tanzten wir mit Yonits 87-jähriger Mutter Catherine auf
einer Party. Am Dienstag erfuhren wir, dass ihre Mutter in einen schweren Unfall
verwickelt war. Nur ihr Auto war betroffen. Es schlitterte 120m durch ein
Wohngebiet, mähte zwei Stoppschilder und einen großen Baum um, überschlug sich
und kam vor einem mit Kindern gefüllten Schulhof zum Stehen. Sie musste aus dem
Wrack befreit und mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus transportiert werden. Es
war ein Wunder, dass sie nicht sofort tot war und dass keine Person vom Auto
getroffen wurde. Kurze Zeit nachdem Yonit dies erfahren hatte, war sie schon im
Flugzeug zurück in die Staaten. Uroma Cate war auf der Traumastation mit vielen
Brüchen. Am zweiten Tag, nachdem alle vier Töchter angereist waren, begannen
ihre Organe und Körperfunktionen auszusetzen. Am Donnerstag, um ungefähr 4 Uhr
morgens, ging Yonits Mutter in die Herrlichkeit Gottes ein. Inmitten dieses
Horrors ist das wahrlich ein Zeugnis der erstaunlichen Güte und Liebe Gottes.
Catherine Herbert war Katholikin und sie hatte mit Yonit vor einigen Jahren
zusammen gebetet. Dennoch hatten wir immer noch die Frage im Herzen, ob sie
wirklich den Herrn kannte. In den vergangenen Wochen hatte der Herr immer wieder
Yonits gläubiger Schwester aufs Herz gelegt, noch ein Mal das Evangelium
ihrer Mutter mitzuteilen. Aus welchen Gründen auch immer, das war bis zum
Zeitpunkt des Unfalls noch nicht geschehen.
Die, die den Unfall beobachtet hatten, konnten nicht glauben, dass irgendjemand
aus dem Auto herauskommen könnte, der noch atmet. Trotz all der Frakturen, dem
Schock und dem Trauma, als die ersten beiden ihrer Töchter im Krankenhaus
ankamen, wurden sie von ihrer Mutter verschmitzt begrüßt. Sie war erstaunlich
wach! Bevor der Abend zu Ende war, hatte Yonits Schwester die Gelegenheit,
ihre Mutter zum Herrn zu führen. Kurz darauf ging es ihr schlechter und sie
wurde bewusstlos. Soweit wir es beurteilen können, war sie während der ganzen
Zeit ohne Schmerzen.
Wie wunderbar, liebevoll, zart und gnädig ist unser Vater im Himmel! Wie sehr
möchte Er, dass wir alle bei Ihm die Ewigkeit verbringen! Wie viel Aufwand macht
Er, um uns zu Sich heimzuholen ... selbst in den letzten Momenten unseres Lebens!
Er erhielt auf übernatürliche Weise Yonits Mutter lange genug am Leben, um
ihr einen gültigen Pass zum Himmel ausstellen zu können. Alle Ehre sei dem
Herrn über das Leben!
Die Beerdigung ist am Samstag. Viele unerrettete Freunde und Verwandte werden da
sein. Bitte betet auch für Gnade und Stärke für Yonit und ihre Schwestern, wenn
sie sich um die persönlichen Angelegenheiten der Mutter und das Haus kümmern
müssen. Es ist geplant, dass Yonit am Donnerstagmorgen zurückkehrt.
* * *
Das Resultat dieser Ereignisse war, dass ich das Evangelium, das ganze
Evangelium, meiner 87-jährigen Mutter mitteilen konnte, die sich noch nicht mit
ihrem Leben nach dem Tod befasst hat. Es war das erste Mal, dass sie sich die
ganze Geschichte anhören konnte. Bitte betet mit uns, damit sie das Opfer
Jeshuas zur Tilgung ihrer Sünde annehmen kann.
* * *
Am Eingang zu unserem Gelände gibt es eine Reihe von Olivenbäumen. Einige von
Euch haben Bilder davon gesehen, wie wir letztes Jahr dort Oliven geerntet haben.
Die Bäume waren sehr schön, mit Ästen, die sich über dem Hain ausbreiteten. Als
wir von unserer Auslandsreise zurückkehrten, waren wir schockiert, als wir sahen,
dass der Besitzer sie radikal, ja sogar brutal, beschnitten hatte. Er hatte
sogar einige der größten Äste abgeschnitten. Was üppig und einladend gewesen
war, sah nun sehr kalt und nackt aus. Als ich mich über diesen unerwarteten
Anblick wunderte, kam mir der Gedanke, dass das eigentlich das ist, was der Herr
an Seinem Leib gerade tut. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf, möchte ich (Arni)
Euch etwas mehr über meine innere Reise berichten, wie der Herr mein Herz immer
tiefer durchdringt.
Über die Jahre hat der Geist bei verschiedenen Gelegenheiten mich immer wieder
auf eine bestimmte Frucht in meinem Leben aufmerksam gemacht, die viel Schmerz
und Kummer bringt anstelle von Leben, Freude und Frieden. Obwohl ich die
Tatsache akzeptiert hatte, dass diese Dinge wirklich vorhanden sind und
korrigiert werden müssen, waren die Momente göttlicher Traurigkeit und Buße über
meine Sünde bemerkenswert kurzlebig. In der letzten Woche oder so, inmitten
einer Serie von fundamentalen Erschütterungen, kam diese Angelegenheit
deutlicher und klarer denn je hervor. Während Mark und Bein voneinander getrennt
wurden, warnte mich der Herr davor, nicht nach rechts oder links zu schauen,
damit ich das, was Er in meinem Leben tun will, nicht verpasse. In der
Vergangenheit hatte ich auf die Art und Weise, wie ich damit konfrontiert wurde,
geachtet und nicht meine volle Aufmerksamkeit dem geschenkt, was Gott versuchte,
mir zu sagen. Als ich darüber nachdachte, war mir sofort klar, dass es meine
Schuld war, dass die Auswirkungen der früheren Erfahrungen nicht tiefer
gegangen waren.
Durch die Gnade Gottes hatte ich die Gelegenheit, diesen Gedanken einem Freund
mitzuteilen, der mir noch eine andere Perspektive zu diesem Punkt gab. Lasst uns
unser Leben mal mit einem Hain von Bäumen vergleichen. Einige sind gut, andere
müssen entwurzelt werden. Stellt Euch vor, der Meister würde einen großen Baum
mit viel Frucht, nahe dem Zentrum des Gartens, zum späteren Entfernen markieren.
Wenn Er diesen einfach ausreißen würde, dann würde das ein großes Trauma im
ganzen Garten verursachen. Deshalb schneidet Er erst die Zweige zurück, und
dadurch kommt dann ein Gefühl der Erleichterung und Befreiung von dem Gift, das
die verdorbene Frucht produziert hatte. Aber das Werk ist noch nicht getan.
Später kehrt Er zurück und hackt den Stamm ab, so dass nur noch ein Stumpf
zurückbleibt. Auch das ist begleitet von einem Gefühl der Entlastung und der
Gnade. Noch ein weiterer Schritt ist nötig, damit der Garten geheiligt ist. Erst
wenn der Baum entwurzelt worden ist, ist das Werk vollendet. In diesem Licht
gesehen, war der Grund, warum das Gift nach den früheren Erfahrungen immer noch
da war, nicht der, dass ich falsch reagiert hatte, sondern der, dass der Prozess
Gottes noch nicht vollendet worden war. Was für ein Unterschied im Ansatz!
Was für ein Unterschied im Ergebnis! Der alte Wein des Gesetzes bringt
Richten und Verdammnis, während der neue Wein des Geistes Leben und Frieden
bringt.
Zum Ort der Zerbrochenheit und Reue gebracht zu werden, ist eine der größten
Segnungen, die wir vom Herrn empfangen können. Oh, dass wir doch am Fuße des
Kreuzes alle Tage unseres irdischen Lebens verweilen mögen.
"Nahe ist der HERR denen, die zerbrochenen Herzens sind, und die
zerschlagenen Geistes sind, rettet er." Ps. 34:19 "Aber auf den will ich blicken:
auf den Elenden und den, der zerschlagenen Geistes ist und der da zittert vor
meinem Wort." Jes. 66:2
* * *
Zurück zum irdischen Bereich ... unser gestohlener Kleinbus ist nicht
gefunden worden. Was wir von der Versicherung bekommen werden, deckt nicht
einmal 5% der Kosten für ein neues Fahrzeug. Wir haben ein gebrauchtes Fahrzeug
ins Auge gefasst, das einem befreundeten Pastor in Jerusalem gehört. Es ist
dasselbe Model und genauso ausgestattet wie unser altes ... ein VW Caravelle.
Der VW ist seit etwas mehr als vier Jahren in Gebrauch, passt genau zu unseren
Bedürfnissen und kostet nur ein Drittel dessen, was ein neues Fahrzeug kosten
würde. Ab voraussichtlich morgen werden wir die Kosten und einige Details auf
unserer Webseite unter "Finanzieller Bedarf" bekannt geben für die, die uns
helfen möchten, dieser Not zu begegnen. So ein Kleinbus ist für uns unbedingt
erforderlich, damit wir unsere Mitarbeiter, Gäste und die Ausrüstung
transportieren und so unser Anbetungszentrum und unseren Dienst im ganzen Land
aufrechterhalten können.
* * *
Seit einigen Jahren sind wir damit beschäftigt, junge, suchende Israelis zu
erreichen. Der Herr hat diese Berufung auf uns gelegt, als wir 1992 immigrierten.
Seitdem wir in die Hügel von Judäa umgezogen sind, haben wir auch eine Bürde
dafür, die Menschen in unserem Dorf zu erreichen. Letzten Sonntag saß unser Team
zusammen und wir arbeiteten uns durch ein paar sehr tiefe Angelegenheiten. Es
war eine gesegnete Zeit, wo wir das, was auf unseren Herzen lag, einander
mitteilten. Genau zu dem Zeitpunkt, wo wir uns ausruhen wollten, klopfte es an
der Tür. Einige Wochen zuvor, als Brian draußen spazieren ging, hatte er einen
jungen Israeli getroffen, der vor kurzem mit seiner Frau und seinem Baby in die
Moshav gezogen war. Er erzählte ihm von unserer Gemeinschaft. Sie waren deshalb
jetzt gekommen, um uns zu suchen. Wir waren erstaunt über das genaue Timing des
Herrn und luden sie zum Tee ein. Im Gespräch erzählten sie uns über eine Reise
nach Äthiopien, die sie vor kurzem gemacht hatten, und dass sie nun glaubten,
dass die Bundeslade dort sei und auf Gottes Zeitpunkt warte, bis sie wieder nach
Hause gebracht werden könne. Ob dies stimmt oder nicht, ist nicht der Punkt,
sondern die Tatsache, dass sie die Rückführung der Bundeslade als eine Mission
ansahen, der sie ihr Leben widmen können. Bei der Bundeslade geht es eigentlich
um die Gegenwart Gottes. Sie waren erstaunt, als wir ihnen mitteilten, dass für
uns das auf eine ganz reale Weise unsere Lebensberufung sei ... für die
Gegenwart des Herrn einen Ort zu bereiten und Seine Wiederkunft in Jerusalem zu
beschleunigen. Wir waren so ermutigt. In Seinem Zeitplan, wenn alles vorbereitet
ist, werden wir nicht hinausgehen und nach den offenen Menschen suchen müssen.
Sie werden kommen und uns suchen. Bitte betet mit uns für Shai, Maya und ihr
Baby. Mögen sie erkennen, dass die Bundeslade nicht ein Gegenstand sondern eine
Person ist ... Jeshua Ben-David.
* * *
Es vergeht kein Tag, wo wir nicht daran erinnert werden, dass die Krise im Nahen
Osten niemals von den Machenschaften menschlicher Regierungen gelöst werden kann.
Da wir schon so viel darüber geschrieben haben, werden wir die neuesten
irrsinnigen Ideen, die aus dem Verstand blinder und fleischlicher Menschen
kommen, nicht näher erörtern. Stattdessen wollen wir, angesichts der immer
stärker zunehmenden Finsternis, diesen Brief mit einem ermutigenden Wort beenden.
Gott ist am Werk im Leib in Israel. Großartige Dinge geschehen unter den
Pastoren und Dienstleitern in Jerusalem. Unsere Einheit wird stärker und der Ruf,
unseren Platz (zusammen mit dem Leib im restlichen Land) als regierende Kraft im
Geistbereich einzunehmen, wird vernommen. Noch vor kurzem war Jerusalem für
seine Uneinheit bekannt. Heute ist es eher genau umgekehrt. Jedes Mal, wenn wir
uns treffen, können wir beobachten, dass Jeshua uns näher zu sich und zu
einander zieht. Das ist ein echtes Wunder vor unseren Augen. Preis dem Herrn!
* * *
Die nächste Schulung wird vom 18. Februar bis zum 2. März sein. Bitte wendet
Euch an Terry unter terry@emmausway.org
<mailto:terry@emmausway.org> , wenn Ihr Infos und
Anmeldeformulare haben möchtet.
Der Herr segne Euch von Zion aus!
Im
Dienst für Euch ...
zur
Ehre Seines Namens,
Arni
und Yonit