Liebe Freunde und Beter,
 
was ist gerade passiert? Wie sollen wir die Ereignisse des letzten Monats verstehen? Da gibt es nur einen schmalen Grat zwischen Kritik und Bewertung. Wenn etwas nicht so funktioniert, wie es sollte, dann muss man fragen, was schief gelaufen ist, ansonsten wäre man ziemlich verantwortungslos. In solch einer Zeit ist es eine natürliche, menschliche, fleischliche Reaktion nach einem Schuldigen zu suchen. Es ist wichtig, dass wir die Ursachen betrachten und nicht nur die Ausführenden des Irrtums identifizieren.
 
Die Geschichte von Sauls Einsetzung zum König von Israel gibt uns ein lehrreiches Beispiel dafür, wie wir die jetzige Situation bewerten können. Israel wollte wie alle anderen Nationen sein. Wir waren mehr an menschliche Belange gebunden als an den Herrn und Seine Pläne. Gott als König zu haben, das passte nicht zum gewünschten nationalen Profil. Als Samuel Saul mit seiner Sünde konfrontierte und erklärte, dass das Königreich von ihm weggenommen worden sei (1. Sam. 15), da war Sauls letzte Bitte an den Propheten, dass er ihn (Saul) vor dem Volk ehren solle. Was für ein trauriges Bild. Gerade gezüchtigt und von Gott als König abgelehnt, galt sein einziges Interesse seinem „Image“ vor dem Volk. Schlussendlich kam heraus, dass Saul ein Spiegelbild derer war, die „ihn hervorgerufen“ hatten. Ich denke, es ist nicht falsch zu sagen, dass es oft wie im Sprichwort zutrifft, dass Menschen die Regierung bekommen, die sie verdienen. Wenn das eigentliche Problem beim Volk liegt, dann ist nationale Buße die Lösung. So kann Gott dann das Herz der Regierenden verändern ... auf die eine oder die andere Weise (2.Chr. 7:14). Mit Ausnahme einer kleinen Prozentzahl von Israelis, sind wir als Nation nicht interessiert an Gott, an Seinen Absichten und Seiner Berufung für uns als Volk. Wir brauchen dringend eine nationale Umkehr.
 
In der Vergangenheit vertrieb Gott uns aus unserem Land, wenn unser Becher mit Sünde überfloss. So wie wir die Schrift verstehen, passierte dies zweimal, und Gott wird es nicht wieder tun. Selbst die nicht-religiösen Israelis, mit denen wir gesprochen haben, geben offen zu, dass wir uns seit der Diaspora (dem Exil) nicht verändert und auch nichts dazugelernt haben. In der Tat sind wir auch jetzt teilweise aus dem Land vertrieben worden. Lasst uns nicht denken, dass irgendein Mensch am Schreibtisch das letzte Wort über das Schicksal von Judäa und Samaria hatte (obwohl dies nicht endgültig ist). Gott ist gerecht und barmherzig in allem, was Er tut. Und Seine Wege sind nicht die unseren.
 
Das Königreich Gottes und unseres Messias Jeshua ist nicht von dieser Welt. In Seinen letzten Stunden betete Jeshua nicht für die Welt, sondern für Seine Braut ... Seinen Leib... für diejenigen, die Seiner Botschaft glauben würden. Er kam, um die Gefangenen freizusetzen und die, die Wahrheit lieben, von den zerstörerischen Auswirkungen der sie umgebenden Finsternis zu heilen. Wir dürfen nicht zulassen, dass wir von der Arbeit im Reich Gottes abgelenkt werden durch die Versuchung ein System zu reparieren, dass nicht repariert werden kann und dass zur Vernichtung bereits bestimmt ist. (Das soll nicht heißen, dass wir passiv sein sollen, während die Welt zusammenbricht. Wir müssen jedoch genau wissen, was wir tun können und sollen.)
 

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Sowohl die politischen als auch die militärischen Leiter nehmen den Angriff auf den Staat Israel als ernsthaften Aufruf, um uns wach zu rütteln. Bibi Netanjahu sagte, Israel sei im Schlaf überrascht worden. Mit all den Feinden um uns herum, die nicht müde werden, ihren Wunsch und ihre Absicht, uns zu vernichten, zu proklamieren, wie kann es da sein, dass wir so unvorbereitet waren auf das, was geschah? Es gibt einige Faktoren, die uns in den jetzigen Zustand gebracht haben. Aber anstelle zu versuchen, die Situation aus sozialer, religiöser, politischer und militärischer Sicht zu analysieren, liegt es uns am Herzen, zu begreifen, was der Herr gerade tut. Wir haben bereits gesagt, dass wir glauben, dass der Zustand des Staates Israel ein Spiegelbild des Zustandes des Leibes des Messias ist ...der Gemeinde. Der Herr spricht in der Schrift an mehreren Stellen über Menschen, die dachten, sie seien bereit, aber es in Wirklichkeit nicht waren. Sie verloren alles. Niemand glaubt, dass es lange dauert, bis der Krieg in Israel wieder aufflammen wird. Wenn wir dem Ruf des Geistes folgen, dann werden nicht nur die Soldaten bereit zum Kampf sein, sondern wir werden in der Lage sein, durch unsere Gebete und Fürbitten die Geschehnisse im Nahen Osten zu beeinflussen.
 

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In Matthäus 25 trennte der Menschensohn die Schafe von den Böcken. Das Kriterium dabei war, wie sie die geringsten Seiner Brüder behandelt hatten. In unserem gesamten Leben als Gläubige glaubten wir, dass es darum ginge, wie wir die behandeln, die physisch oder materiell schlechter dran sind als wir selbst. Aber bei genauerer Betrachtung erschließt sich uns eine ziemlich erschütternde Realität.  Es gibt im Gleichnis drei Gruppen. Die Schafe, die Böcke und diejenigen, die Er „Meine Brüder“ nennt. Wenn diese dritte Gruppe aus wiedergeborenen Gläubigen bestünde, dann wären sie auch die Brüder der Schafe. Dann hätte der Herr sie sicherlich eure oder unsere Brüder genannt. Wir denken, dass die Tatsache, dass Er sie meine Brüder nennt, zeigt, dass diese nicht in geistlicher Verwandtschaft zu den Schafen stehen oder zumindest zum damaligen Zeitpunkt noch nicht standen. Wenn sie keine geistlichen Verwandten der Schafe sind, dann können sie auch mit dem Herrn nicht geistlich verbunden sein. Deshalb müssen sie natürliche Verwandte des Herrn sein – in anderen Worten ... Juden. Dieses Gleichnis lehrt uns, dass das Schicksal der Nationen davon abhängt, wie wir die Juden behandeln. Dieses Prinzip finden wir überall in der Schrift wieder.
 
Von allen Nationen und Völkern, wer ist da hungriger, durstiger, entfremdeter, nackter und gefangener als diejenigen, die denken, dass Jeshua, das Lamm Gottes, der Erretter die Ursache aller ihrer Probleme ist? Von klein auf werden wir Juden gelehrt, dass die Pogrome und Verfolgungen der letzten zweitausend Jahre im Namen Jesu durchgeführt wurden. (Das gilt nicht mehr für alle der jungen Generation von Juden in Israel, aber für ihre Eltern und für die, die außerhalb des Landes wohnen, gehört das zum Grundverständnis.) Und ich kann persönlich bezeugen, wie tief diese Lüge in unserer Seele verwurzelt ist. Ihr Lieben, selbst wenn wir die „geringsten Seiner Brüder“ aus rein natürlicher Sicht betrachten, dann müssen wir uns ja nur kurz vor Augen führen, wie die Kinder Abrahams, Isaaks und Jakobs schon seit zweitausend Jahren in der Welt umherwandern. Und obwohl manche Reichtum und Erfolg erlangt haben, passen sie in das Bild, das in Mathäus 25 gezeichnet wird.
 
Um keine Verwirrung aufkommen zu lassen, möchten wir hinzufügen, dass wir nicht denken, dass die Tatsache, dass sie in diesem Kontext „Seine Brüder“ genannt werden, bedeutet, dass sie vom zweiten Tod errettet worden sind. Aber Gott wird die Juden im und außerhalb des Staates Israel, die erretteten und die unerretteten, als Dreschschlitten benutzen, um die Nationen zu richten (Jes. 41:15).
 

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Jedes Mal, wenn der Geist kurz davor war, den nächsten Schritt im Plan Gottes "Fleisch" werden zu lassen, stand der Feind auf, um ihm zu widerstehen. Als die Zeit für die Kinder Israels gekommen war, aus der Knechtschaft Ägyptens befreit und ins verheißene Land gebracht zu werden, da wurde der Pharao, der von der bevorstehenden Geburt des Befreiers nichts wusste, vom Teufel gelenkt, alle hebräischen Jungen zu ertränken. Dann, ungefähr 40 Jahre vor der zweiten Rückkehr von Exilanten aus Babylon und dem Ruf Nehemias, die Mauern von Jerusalem wieder zu errichten, versuchte satan durch Haman, die Juden zu vernichten und den Plan Gottes zu verhindern. Als am Himmel das Zeichen der Geburt des Erretters aufstieg, ging wieder der Befehl aus, dass alle männlichen Kinder unter zwei Jahren getötet werden sollen. Und dann, als der Heilige Geist die Juden bewegte nach zweitausendjährigem Exil nach Israel zurückzukehren, versuchte der Feind durch Adolf Hitler vergeblich, die Vorbereitung für Jeshuas Wiederkunft aufzuhalten. Obwohl alle vier Versuche des Feindes das Werk des Geistes nicht verhindern konnten, waren sie alle, außer einem, mit unsäglichem Leid und Schmerz  für das Haus Israel verbunden. Bei diesem einen Mal sorgte die Fürbitte einer Frau, Esther, für einen gewaltigen Unterschied. Ungefähr siebzig Jahre sind vergangen, seitdem die Welt einen ganz offenen Aufruf zur Vernichtung der Juden letztmalig gehört hat. Die Stimme des iranischen Präsidenten ist jetzt jedoch vielleicht sogar kühner als die des Nazi-Führers. Es gibt guten Grund besorgt zu sein in diesen Tagen ... für den Fürst der Finsternis. Warum? Weil eine Generation von Juden in Israel ohne das historische Vorurteil gegenüber Jeshua herangewachsen ist. Und sie haben sehr wenig oder gar keine Hoffnung, eine natürliche Lösung für die überwältigenden Probleme in unserer Gesellschaft zu finden. Es gibt auch in der Tat keine.
 
Aus unserer Sicht, als solche, die in den USA in den Sechzigern aufgewachsen sind, können wir leicht feststellen, dass der politische, soziale, wirtschaftliche und religiöse Zusammenbruch der israelischen Gesellschaft heute zumindest der Situation ähnelt, die damals eine geistliche Erweckung hervorbrachte. Wenn wir uns umschauen, haben wir keinen Zweifel, dass die Generation, die sagen wird „Gesegnet ist, der da kommt im Namen des Herrn“ jetzt gerade ganz lebendig in den Straßen von Israel umherläuft. Alle Esthers sollen beten und in die Bresche treten. Alle Esras und Nehemias müssen ihre Schultern für die Arbeit hinhalten. Und die Kyruse sollen das Material bereitstellen, um das Reich zu bauen. Viele Arbeiter warten darauf, losgelassen zu werden. Pläne und Visionen sind da und müssen nur umgesetzt werden. Jetzt ist die Erntezeit. Der Feind weiß dies ganz genau. Unser Aufruf ist nicht zugunsten des Staates Israel. Es geht um die Herrlichkeit des Herrn und Seine Wiederkunft. Es geht um das Leben aus den Toten für die Welt (Röm. 11:15). Jetzt, jetzt, jetzt ist die Zeit. Sucht nach Möglichkeiten, wie Ihr in das Werk Gottes in Israel investieren könnt. Es gab niemals ein besseres Geschäft. Sät das, was vergänglich ist, und erntet etwas, das für alle Ewigkeit Bestand haben wird.
 

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Vielen, vielen Dank an alle, die für uns während unserer langen Reise gebetet haben und an alle unter Euch, die uns so herzlich willkommen geheißen und unsere Botschaft aufgenommen haben. Es hat uns sehr ermutigt zu sehen, dass Menschen die Vision, dem Herrn zu dienen, regionale Anbetungsevents zu veranstalten, geheiligte Räume einzurichten und Gottes Herz für Sein auserwähltes Volk zu empfangen, angenommen haben. Wie sehr uns auch unser Zuhause anzieht, wir wissen, dass es richtig war, in dieser Zeit mit dem uns anvertrauten Wort umherzureisen, und wir sind sehr dadurch gesegnet worden, dass wir so viele wunderbare und hingegebene Brüder und Schwestern getroffen haben.
 

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An unserer Heimatfront genießen wir es nun, Gastgeber der ersten Gruppe seit unserem Wegzug aus Tel Aviv vor mehr als einem Jahr zu sein. Preis dem Herrn! Das Anbetungszentrum ist voll und wir haben zehn Teilnehmer aus den Nationen (England, Deutschland, Irland und USA), die den ersten Kurs der Emmaus Way Anbetungsschule durchlaufen: Bereite einen Ort für die Gegenwart des Herrn. Im ehemaligen Zentrum in Tel Aviv lag der Schwerpunkt darauf, dass Menschen kamen, um Zeit mit dem Herrn zu verbringen, ohne größeren Input unsererseits. Wir sind geleitet worden, den Schwerpunkt dahingehend zu verändern, dass wir nun durch Lehre Samen säen und diese mit persönlichen Erfahrungen verknüpft werden. Wir hoffen und erwarten, dass Anbetungstabernakel überall im Leib in der ganzen Welt errichtet werden. In den letzten sechs Jahren haben wir gesehen, wie einige „Anbetungsorte“ aus der Erfahrung, die die Menschen in Tel Aviv hatten, geboren wurden ... und weitere sind noch in Planung. Wir lieben es, die Studenten bei uns zu haben und zu beobachten, wie der Herr sie aus einer religiösen Schublade nach der anderen befreit. Dies möchten wir so oft wie möglich tun. Der nächste 10-tägige Kurs zum Thema „Bereite einen Ort für die Gegenwart des Herrn“ wird vom 5. bis 14. November stattfinden. Der Anreisetag ist der 3. November. Wir hoffen, dass diejenigen von Euch, die am jetzigen  nicht teilnehmen konnten, dann dabei sein können. Zur Anmeldung oder um weitere Informationen zu erhalten, wendet Euch bitte an Terry unter terry@emmausway.org.
 
Wir sind so dankbar für Eure Freundschaft, Eure Gebete und Eure finanzielle Unterstützung.
 
Der Herr segne Euch aus Zion!
 
Im Dienst für Euch...
                                    
zur Ehre Seines Namens,
                                                                                          
Arni und Yonit