2. August 2006
8. Av 5766

Liebe Freunde und Beter,
 
bevor wir in das prophetische Thema dieses Briefes einsteigen, möchten wir Euch bitten, alle die, die an vorderster Front in einem erbitterten Kampf um unsere Existenz stehen, im Gebet vor Gott zu bringen. Einige Kinder von Freunden sind zur nördlichen Front geschickt worden. Möge der Engel Seiner Gegenwart sie in den Augen des Feindes unsichtbar machen. Wir beten für ihre körperliche Bewahrung, aber auch gleichzeitig dafür, dass sie keine emotionalen Narben davontragen. Möge der Wille des Herrn geschehen – schnell.
 

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Heute Abend beginnt Tisha B'Av (der 9. des hebräischen Monats Av). Es ist das Ende einer dreiwöchigen Periode, in der in der Geschichte schon viele Anfechtungen und Versuchungen über das Volk Israel gekommen sind. (An diesem Tag wurde zweimal der Tempel zerstört; die ersten Kreuzzüge begannen im Jahr 1096; die Juden wurden 1290 aus England geworfen, aus Frankreich 1306 und aus Spanien 1492; und u.a. wurden auch an diesem Tag die Pläne für die Vernichtung der Juden in Europa festgelegt.) Der geistliche Same, der zur Zerstörung des Tempels führte, wurde gesät, als die zwölf Kundschafter aus dem verheißenen Land zurückkehrten und das Volk Israel nicht glaubte, das tun zu können, was der Herr ihm befohlen hatte.
 

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Wir sprechen jetzt hier besonders die an, die zur Anbetung in Zeiten des Kampfes berufen sind. Die Dynamik dieser Position ist etwas anders als die des Beters oder Fürbitters. Die beiden  letztgenannten sind mit den Details des Moments beschäftigt. Uns ist die Beschaffenheit der Lücke, die ausgefüllt werden muss, klar bewusst. Im flehenden Gebet bringt man ein Anliegen vor Gott. Fürbitte geschieht aus einer Position der Autorität heraus, wo wir selbst uns aufopferungsvoll der Sache hingeben. Anbetung hingegen ist jedoch etwas ganz anderes. Man wendet sich zuerst Gott zu und kehrt dabei dem "Problem" den Rücken. In der Anbetung hallen die Worte Jeshuas wider: "Es ist vollbracht". Sie bleibt in dem für immer errungenen Frieden, der sich im gläsernen Meer vor dem Thron Gottes widerspiegelt. Sie ist eine Reaktion auf Seine Gegenwart und drückt unser Vertrauen in Seine Macht und Souveränität aus, indem wir die Not niederlegen und Ihn erhöhen.
 
Israels erste Lektion im irdischen Kampf ist eine Anweisung für uns zur geistlichen Kriegsführung. Wir wissen, dass das, was auf Erden geschieht, nicht nur mit dem, was im Geist geschieht, verbunden ist, sondern dass es dadurch bestimmt wird. Dass Mose einfach seine Hände vor dem Herrn erhob, zeigt, dass es sich dabei um Anbetung handelte und nicht um Gebet oder Fürbitte. Unser Bruder Asher Intrater hat in einem seiner letzten Briefe etwas sehr Wichtiges bemerkt. In 2. Mose 17:12 steht im Englischen, dass die Hände von Mose fest blieben, bis die Sonne unterging. Im Hebräischen wird jedoch anstelle des Wortes "fest" das Wort für "Glaube" ...emunah benutzt. Mose wusste, dass seine erhobenen Hände entscheidend für den Kampf waren. Er fragte sich nicht, ob er sich irgendwie am Schlachtgewühl beteiligen sollte. Sein Part war es, vor dem Herrn zu stehen und Ihm in Anbetung zu dienen. Also sagen wir zu Euch, die Ihr den Herrn anbetet: Zweifelt nicht daran, dass es wirklich effektiv ist, dass Ihr dem Feind den Rücken zukehrt und dem Herrn dient, gerade jetzt.
 

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Die Realität im Natürlichen im Staat Israel ist eine Reflektion der geistlichen Realität im Leib des Messias, "dem geistlichen Israel", und die Mächte, die sich Israel im Natürlichen entgegenstellen sind ein Abbild für das, was den Leib geistlich angreift.

Der gegenwärtige Zustand auf dem Boden sagt uns, wie es um die geistlichen Realitäten bestellt ist. Der Feind ... der Fürst der Finsternis ... hat eine sehr gut durchdachte Strategie, die er schon viele Jahre lang vorbereitet hat. Die "Palästinenser" (davor waren sie größtenteils Jordanier) wurden 1965 dazu "geschaffen", Israel zu Hause und in den Augen der Weltöffentlichkeit zu destabilisieren. Ihre Flüchtlingssituation wurde so konstruiert, dass sie zu einer Zeitbombe inmitten des Landes Israel werden würde, die die Sympathie der ganzen Welt hervorrufen und eine Generation hervorbringen würde, die von der Wiege an nur ein Lebensziel hat, nämlich Israel auszulöschen. Die Nationen, die durch die Finsternis verblendet wurden, können dies nicht so sehen, obwohl alle Fakten frei zugänglich und offensichtlich sind.
 
Das Wesen der Hisbollah ist anders. Sie repräsentieren nicht ein Volk, das auch nur vorgäbe, von Israel unterdrückt zu sein. Sie versuchen auch nicht, etwas für sich persönlich herauszuschlagen. Sie haben eine rein ideologische Maxime: Israel soll nicht weiter existieren. Für dieses Ziel hat der Iran die Hisbollah geschaffen und sie im von Syrien kontrollierten Libanon aufgezogen. (Der Iran "spendet" etwa 100 Millionen Dollar jedes Jahr, um die Hisbollah aufrecht zu erhalten.)
 
Lasst uns das Spiegelbild im geistlichen Bereich betrachten, das sich in den folgenden natürlichen Gegebenheiten zeigt. Die Hisbollah ist tief in ihrer Position verwurzelt. Sie haben sich die letzten sechs Jahre für diesen Augenblick vorbereitet. Der Feind ist ziemlich gut verborgen in seinen unterirdischen Bunkern, manchmal bis zu 40 Meter unter der Erdoberfläche. Unsere (Israels) Waffen sind nicht in der Lage, bis in diese Tiefe vorzudringen. Sie tauchen auf ... schießen ihre Raketen ab ... und verschwinden wieder. Um sie wirklich zu entwaffnen, müssten wir eine große Anzahl von Bodentruppen aussenden. Als Vorbereitung auf diese Eventualität haben sie Minenfelder und alle möglichen anderen Fallen errichtet. Sie haben Waffen, von denen wir nichts wussten, die eine viel größere Reichweite und Zerstörungskraft haben, als wir annahmen. Sie haben sich inmitten von stark besiedelten Wohngebieten unter Zivilisten positioniert. Wenn wir den Waffenstillstand haben, den die Weltöffentlichkeit versucht durch Druck zu erreichen, dann wird die nicht zerstörte Hisbollah sich neu gruppieren und uns wieder angreifen, zu einem Zeitpunkt ihrer Wahl. Auch wenn wir alle ihre Raketenabschussrampen zerstören, haben sie immer noch 10000 Raketen übrig. Und wenn wir ihre Raketen zerstören, werden Syrien und Iran sie einfach wieder neu bestücken.
 
Genauso ist auch unser geistlicher Feind teilweise verborgen, so dass wir ihn nicht sehen, und teilweise verkleidet, so dass wir ihn nicht erkennen. Wir haben seine Stärke unterschätzt und kennen auch seine Strategien nicht so gut, wie wir denken sie zu kennen. Ohne es zu bemerken, haben wir ihm erlaubt in unserer Mitte zu wachsen und sein Reich zu errichten. Ihr Lieben, der Zweck unseres Briefes ist nicht zu versuchen, alle Arten zu definieren oder herauszustellen, wie der Feind im Leib schon Wurzeln geschlagen hat. Das ist etwas wofür jeder einzelne beten und den Herrn um Offenbarung bitten muss, für uns persönlich und für den Leib als Ganzes gesehen.
 
Wir suchen nach einer göttlichen Strategie für die lange Strecke, die vor uns liegt. Wir beten dafür, dass wir die Zeit haben werden zu verstehen und zu entwickeln, was Gott versucht, uns zu zeigen. Die Hisbollah hatte sechs Jahre, um sich vorzubereiten. Vielleicht gibt uns Gott genauso viel Zeit. Ich sprach heute Morgen mit einer nationalen Gebetsleiterin in Deutschland und sie berichtete, dass Gott ihr gestern gesagt habe, dass es keine Zeit zu versäumen gäbe. Wir müssen jetzt mit der Vorbereitung anfangen.
 

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Wir fliegen morgen nach Bangor in Nordirland zur "Holy Fire Bangor 2" Konferenz mit dem Eindruck, dass Gottes Zeitplan und Arrangement dahinter stehen. Vor einigen Jahrhunderten beteten die Mönche in Bangor 300 Jahre lang ununterbrochen. Dieser Gebetsbewegung wird die Freisetzung einer Bewegung des Geistes zugeschrieben, die die Evangelisation Europas hervorbrachte. Wir glauben, dass durch die Worte, die in dieser Konferenz gesprochen werden, verbunden mit der Berufung Bangors, Gott die religiösen Dämonen konfrontieren, ein Feuer der Hingabe und Entschlossenheit im Leib entfachen und eine Welle des Gebets, der Anbetung und der Kriegsführung freisetzen möchte, gerade jetzt in dieser Periode von Aufruhr und Kampf im Nahen Osten. Wir bitten Euch natürlich inständig um Gebet für diese Konferenz, die vom 4.-6. stattfinden wird.
 

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Was für ein großes Vorrecht haben wir, dass wir in den letzten drei Wochen Menschen Zuflucht bieten konnten, deren Häuser an der Kriegsfront sind. Ehrlich gesagt, wenn wir es hätten entscheiden können, hätten wir nur Gläubige aufgenommen. Als wir gefragt wurden, hatte ich in der Tat auch an nichts anderes gedacht. Die Frucht und der Segen jedoch, der dadurch gekommen ist, dass wir Familien helfen konnten, die nicht den Trost haben, den Herrn zu kennen, ist einfach wunderbar. Wir konnten ihnen sowohl mit der Botschaft der ewigen Hoffnung als auch mit einem natürlichen Dach über dem Kopf dienen. Als uns gestern eine der Familien verließ, kam eine andere und nahm ihren Platz ein. Für sie ist es sehr schwer, dass sie nun schon drei Wochen nicht zuhause sein konnten, aber Gott benutzt dies, um ihre Herzen für das Evangelium zu öffnen. Bitte betet weiterhin, besonders für die Samen der Errettung, dass sie Wurzeln schlagen in den zehntausenden von Flüchtlingen, die durchs Land reisen und nach Frieden und Sicherheit suchen.
 
Während wir ihm jetzt gerade auf diese Weise dienen, bestätigt der Herr weiterhin unseren Ruf, eine Zuflucht zu sein, in nie erwarteter Form. Wir tragen es in unseren Gedanken und Herzen, dass der Tag kommen wird, wo wir wieder Flüchtlinge aufnehmen werden, aber dann zu einer Zeit, wo sie nirgendwohin zurückkehren werden können. Vor sechs Jahren gab der Herr mir (Arni) einen Traum über die Zerstörung in der Zukunft. Wir beten, dass Gott uns vorbereiten möge, geistlich und auch mit den Ressourcen und Gebäuden, damit wir den Nöten begegnen können, die in der kommenden Zeit auftreten werden.
 
Wir sind so dankbar für Eure Freundschaft, Eure Gebete und finanzielle Unterstützung. Der Herr segne Euch aus Zion!
 
Im Dienst für Euch...
                                    Zur Ehre Seines Namens,
                                                                                 
Arni und Yonit